Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität

Emil-Moog-Platz, 44137 Dortmund, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Emil-Moog-Platz
PLZ/Ort
44137 Dortmund
Land
Deutschland
Telefon
+49 (0) 231.50-24723
Web
https://dortmunder-u.de/

Beschreibung

Am westlichen Rand der Dortmunder Innenstadt steht das Dortmunder U, ein markantes Industriehochhaus, das 1926/27 als Gär- und Lagerkeller für die Dortmunder Union Brauerei errichtet wurde. Sein Name bezieht sich auf das neun Meter hohe, vergoldete und beleuchtete Firmenzeichen auf dem Hauptturm, das 1968 angebracht und 2008 vollständig restauriert wurde.

Das Gebäude liegt an der Leonie-Reygers-Terrasse zwischen der Rheinischen Straße und den Gleisanlagen des Dortmunder Hauptbahnhofs und ist Teil einer Kunst- und Kulturmeile entlang des Königswalls, die bis zum Deutschen Fußballmuseum und Konzerthaus Dortmund reicht.

Der siebenstöckige, 70 Meter hohe Bau wurde als Stahlbetonkonstruktion auf Pfeilern errichtet und diente lange Zeit der Brauereiproduktion, in der das Bier in offenen, verfliesten Becken vergoren wurde. Bereits 1929 erreichte die Anlage einen Ausstoß von über einer Million Hektolitern; später blieb nach der Verlagerung des Brauereibetriebs nur noch der Turm erhalten. Die Stadt erwarb das Gelände 2007 und entschied 2008, das leerstehende Gebäude im Rahmen von RUHR.2010 zu einem Zentrum für Kunst und Kreativität umzunutzen.

Bei der Umgestaltung entstand im Inneren eine offene Kunst-Vertikale: Oberflächen wurden geöffnet, neue Erker und Lichträume geschaffen sowie eine Aussichtsterrasse, Gastronomie und Ausstellungsflächen integriert. Die Sanierung wurde schrittweise realisiert; das Haus wurde im Mai 2010 teilweise eröffnet, das Museum Ostwall setzte seine Ausstellung im Oktober 2010 fort, und die oberste Ebene mit der 15 Meter hohen „Kathedrale“ wurde im Dezember 2010 zugänglich.

Heute beherbergt das Dortmunder U Institutionen wie das Museum Ostwall und den Hartware Medienkunstverein und fungiert als Impulsgeber für ein entstehendes Stadtquartier. Seit Mai 2010 zeigt die Videoinstallation „Fliegende Bilder“ an mehreren Stationen, darunter die weithin sichtbare Bilderuhr auf der Dachkrone: großflächige LED-Bilder wechseln tages- und stundenabhängig, reagieren an Spieltagen oder besonderen Anlässen mit Sondermotiven und werden von Mitarbeitern vor Ort überwacht; die Stromkosten trägt die Stadt.

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