Historisches Museum der Pfalz

Domplatz 4, 67346 Speyer, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Domplatz 4
PLZ/Ort
67346 Speyer
Land
Deutschland
Telefon
06232/1325-0
Fax
06232/1325-40

Web
http://www.museum.speyer.de
Tags
#Volkskunde #Historisch

Beschreibung

In Speyer nimmt das Historische Museum der Pfalz eine zentrale Rolle für die Vermittlung der regionalen Kulturgeschichte ein. Es liegt unmittelbar neben dem romanischen Kaiserdom und bewahrt einen Bestand von etwa einer Million Objekten (Stand 2018); eröffnet wurde das Haus 1910.

 

Die Wurzeln der Sammlung reichen ins 19. Jahrhundert zurück, als mehrere Sammlungsbestände zusammengeführt und an wechselnden Orten in der Stadt präsentiert wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts zog die wachsende Sammlung in das heutige Sandsteingebäude; in den folgenden Jahrzehnten erfolgten Erweiterungen, unter anderem ein Neubauabschnitt Anfang der 1990er Jahre. 1985 wurde das Museum in eine Stiftung überführt; diese Trägerschaft und die zusätzliche Sonderausstellungsfläche von rund 1.800 m² ermöglichten eine Neuausrichtung mit stärkerer Besucherorientierung. Eine umfassende Sanierung und strukturelle Modernisierung des Hauses sind geplant.

 

Auf fast 8.000 m² Dauerfläche zeigt das Museum die Geschichte der Pfalz von der Urgeschichte über die römische Besiedlung bis in die Neuzeit. Ergänzt werden die Dauerausstellungen durch wechselnde Großausstellungen auf Flächen bis zu 2.100 m², die Themen von lokaler bis internationaler Bedeutung behandeln. Zu den präsentierten Schwerpunkten zählen unter anderem die römische Epoche mit herausragenden Funden, die Kulturgeschichte des Weinbaus – inklusive eines sehr alten Weinfundes aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. – sowie große kulturhistorische und thematische Ausstellungen zu Phänomenen wie Wikingern, Samurai, Titanic-Relikten, Königshäusern und ikonischen Persönlichkeiten. Einige Dauerausstellungen waren zuletzt wegen Umbaumaßnahmen vorübergehend geschlossen.

 

Das Haus betreibt außerdem seit 1999 das Junge Museum Speyer, das als Kinder- und Jugendmuseum interaktive Angebote, Mitmachstationen und altersgerechte Sonderausstellungen bereithält. Depot- und Restaurierungsbereiche sind in einem separaten Sammlungszentrum untergebracht.

 

Das denkmalgeschützte Gebäude aus rotem Sandstein mit turmartigem Abschluss prägt die Innenstadt. Ein verglastes Innenforum dient als Veranstaltungsort; nach Sanierungsarbeiten am Glasdach sind dort wieder öffentliche Programme möglich. Für den Erweiterungsbau wurde ein Planungs- und Wettbewerbsverfahren eingeleitet; Ziel ist eine funktionale Neuordnung und Vergrößerung der Nutzflächen mit einer erwarteten Umsetzungsdauer von mehreren Jahren und einem Kostenrahmen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

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