Ikonen-Museum der Stadt Frankfurt

Brückenstr 3-7, 60594 Frankfurt, Deutschland

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Straße
Brückenstr 3-7
PLZ/Ort
60594 Frankfurt
Land
Deutschland
Telefon
069 - 21236262
Fax
069 / 21 23 99 68

Web
http://www.ikonenmuseumfrankfurt.de

Beschreibung

Am östlichen Ende des Museumsufers in Frankfurt am Main befindet sich das Ikonen-Museum (auch Ikonenmuseum Stiftung Dr. Schmidt-Voigt). Es ist in den Barockräumen des Deutschordenshauses direkt an der Alten Brücke untergebracht, dem östlichen Abschluss des Museumsufers, und ist dem Museum Angewandte Kunst angeschlossen. Träger der Einrichtung ist die Stadt Frankfurt am Main.

Die Grundlage der Sammlung bildete 1988 eine Schenkung von 800 Ikonen, verbunden mit der Auflage, städtische Räume bereitzustellen, in denen Teile der Kollektion sowie Ausstellungen zur Ikonentradition der orthodoxen Kirchen gezeigt werden. Für die Nutzung wurde das Refektorium im historischen Bau innerlich umgestaltet; damit fand das Haus 1990 seinen Platz im Museumsufer. Die Arbeit an der Bausubstanz knüpft an einen früheren Wiederaufbau des Deutschordenshauses an und verbindet respektvoll Altes mit Neuem durch eine klare Trennung der Bauteile.

Die ursprünglich aus dem 16. bis 19. Jahrhundert stammenden Bestände wurden durch Ankäufe, Leihgaben und weitere Schenkungen auf mehr als 1000 Exponate erweitert. 1999 erhielt das Museum als Dauerleihgabe 82 postbyzantinische Ikonen aus der Sammlung des Museum für Byzantinische Kunst in Berlin. Besonders markant ist eine Privatleihgabe mit äthiopischen Ikonen, Kreuzen, Handschriften und liturgischen Geräten.

Nach rund 30 Jahren wurde die Ausstellungsarchitektur 2020/2021 umfassend überarbeitet. Durch die Einbeziehung des Foyers wurde die Ausstellungsfläche vergrößert; das Foyer bildet nun in räumlicher und inhaltlicher Hinsicht den Einstieg. Dort werden Ursprung, Verbreitung sowie Materialität und Bildsprache von Ikonen erläutert. Der Hauptsaal legt den Fokus auf das Erscheinen der Ikone im kirchlichen Kontext, die Galerie widmet sich ihrer Rolle im häuslichen Bereich. Die Neugestaltung transformierte die vorher neutrale Präsentation in einen atmosphärischen Raum, der zugleich als Lernort für die religiöse und kulturelle Bedeutung der Ikonen fungiert. Das Äthiopien-Kabinett stellt die bislang einzige öffentliche Präsentation zum orthodoxen Christentum äthiopischer und eritreischer Gemeinschaften in Deutschland dar.

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