Am Sankt-Jakobs-Platz ist das Jüdische Museum München (hebräisch המוזיאון היהודי במינכן) Bestandteil des dortigen Jüdischen Zentrums und wird vom Münchner Kulturreferat getragen. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 22. März 2007.
Die Idee zu einem jüdischen Museum in München reicht bis in die späten 1920er Jahre zurück. Nach dem Holocaust wurde die Gründung erneut befürwortet, blieb aber zunächst unrealisiert. In den 1980er-Jahren entstand ein privates, kleines Jüdisches Museum in der Maximilianstraße auf 28 Quadratmetern. Nach rund zehn Jahren übernahm die Israelitische Kultusgemeinde die Sammlung und richtete in der Reichenbachstraße 27 ein Zwischenmuseum ein. Diese Zwischenstation wurde bis 2001 betrieben; anschließend erfolgte die Umwandlung in eine städtische Einrichtung in Zusammenarbeit mit dem Münchner Stadtmuseum und dem Stadtarchiv.
Mit den Planungen für die neue Hauptsynagoge und das Gemeindezentrum am Sankt-Jakobs-Platz wurde das heutige Museum errichtet. Die Landeshauptstadt München stellte für den Bau 13,5 Millionen Euro bereit. Im Inneren verbindet eine gerade, ohne Richtungswechsel geführte Treppe drei Geschosse; diese sogenannte Himmelsleiter endet in einem Oberlicht und bringt Tageslicht in das Gebäude. Seit 2008 besteht die Möglichkeit, im Haus einen österreichischen Gedenkdienst abzuleisten.
Die Ausstellungsfläche des Museums umfasst insgesamt 900 Quadratmeter auf drei Ebenen. Im Untergeschoss befindet sich die Dauerausstellung "Stimmen-Orte-Zeiten", die der jüdischen Geschichte und Gegenwart Münchens gewidmet ist. In der ersten und zweiten Etage wechseln thematisch unterschiedliche Sonderausstellungen. Ergänzt werden die Ausstellungen durch einen Studienraum und eine Fachbibliothek. Im ersten Betriebsjahr verzeichnete das Museum etwa 100.000 Besucher.