Klostermuseum Ochsenhausen

Schloßbezirk 6, 88416 Ochsenhausen, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Schloßbezirk 6
PLZ/Ort
88416 Ochsenhausen
Land
Deutschland
Telefon
+49(0)72 51.74-27 70
Web
https://www.kloster-ochsenhausen.de/
E-Mail
info@ssg.bwl.de

Beschreibung

Im Fürstenbau des ehemaligen Klosters präsentiert das Klostermuseum Ochsenhausen die materiellen Zeugnisse der einstigen Reichsabtei und verknüpft Sakrales mit Wissenschaftlichem.

Das Museum wurde im August 1999 eröffnet und wird getragen von der römisch-katholischen Kirchengemeinde Ochsenhausen, der Seelsorgeeinheit St. Benedikt, der Stadt Ochsenhausen und dem Land Baden-Württemberg. Die Ausstellungsräume liegen im Südflügel des Fürstenbaus, der früher als Gastbau diente und zu den repräsentativen Empfangsbereichen der Anlage gehörte.

Auf zwei Etagen und rund 500 Quadratmetern erzählt die Präsentation die Geschichte des Klosters von der Weihe der ersten Klosterkirche 1093 bis zur Aufhebung und dem Verkauf an den König von Württemberg 1825. Im Zentrum der Sammlung stehen liturgische Objekte wie ein überlebensgroß geschnitzter Heiliger Georg, eine silberne Turmmonstranz, Ornate sowie weitere sakrale Geräte. Ergänzt wird dies durch Verwaltungsgegenstände, darunter Aktenschränke und der Sekretär des letzten Abtes Romuald Weltin.

Zu den besonderen Exponaten gehört die originale Prozessionsordnung des jährlich stattfindenden Georgirittes mit 600 Reitern, in deren Rand ein Mönch die Anmerkung „Utinam pedestris…“ hinterließ. Ebenfalls gezeigt wird ein außergewöhnlicher Azimutalquadrant, entworfen von einem Mechanikus und Mönch und handwerklich ausgeführt von einem Hammerschmied; der etwa drei Meter messende Quadrant drehte sich um eine Kuppel im südlichen Eckturm, der 1788 zur Sternwarte umgebaut wurde. In dieser Größe und Ausführung sind solche Quadranten selten; sie dienten der Bestimmung von Himmelskörpern und der Berechnung außergewöhnlicher Himmelsereignisse.

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