FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum

Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Adalbertstraße 95A
PLZ/Ort
10999 Berlin
Land
Deutschland
Telefon
030/50585233
Fax
030/50585258

Web
https://www.fhxb-museum.de
E-Mail
info@fhxb-museum.de

Beschreibung

Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nimmt das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum die Rolle eines öffentlichen Ortes der Erinnerung ein; es verbindet Ausstellungen, Veranstaltungen sowie Sammlung, Archiv und Vermittlung zu einem Forum für die Bezirksgeschichte und gegenwärtige Debatten. Träger ist der Fachbereich Kultur und Geschichte des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg; das Museum befindet sich in der Adalbertstraße 95a in Kreuzberg, unweit des Kottbusser Tors.

 

Entstanden ist das Haus aus der Zusammenführung zweier lokaler Museen im Jahr 2004: dem Kreuzberg Museum, dessen Ursprung auf eine 1978 gegründete lokale Forschungsinitiative zurückgeht und das 1990 als Museum für Stadtentwicklung und Sozialgeschichte etabliert wurde, und dem Heimatmuseum Friedrichshain, das Ende der 1980er Jahre im Kulturamt angesiedelt war und bis 2004 in Räumen der Alten Feuerwache in der Marchlewskistraße untergebracht blieb. Nach der administrativen Neuordnung der Bezirke wurden die Sammlungen zusammengeführt und das Haus später, im April 2013, in FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum umbenannt. Die ursprüngliche Gründungsleitung prägte das Haus bis 2017; seit Anfang 2018 steht die Leitung unter einer Fachperson aus der Migrationsforschung.

 

Thematisch konzentriert sich das Museum auf soziale Bewegungen sowie auf Stadtentwicklungs-, Industrie- und Migrationsgeschichte und trägt fachlich Verantwortung für Erinnerungsarbeit und Gedenkkultur im vielfältig geprägten Bezirk. Ein zentrales Anliegen ist die Sichtbarmachung bislang unterrepräsentierter Perspektiven und die Stärkung von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen. Das Museum wirkt seit Jahrzehnten in Debatten um Repräsentation, Migration und postkoloniale Museologie mit, arbeitet kontinuierlich mit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie lokalen, städtischen und überregionalen Partnern zusammen und entwickelt dafür neue Methoden und Formate.

 

Das Gebäude an der Adalbertstraße nutzt seit 1990 eine frühere Fabrik aus den frühen 1920er Jahren. Auf dem Hof eines Wohnhauses entstanden mehrgeschossige Backsteinbaukörper zur Möbel- und Drahtzaunproduktion; die Möbelfertigung spezialisierte sich bis etwa 1930 auf Polstermöbel, die Drahtzaunproduktion bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Vor der musealen Nutzung wurde das Haus umfassend saniert und modernisiert; Freiflächen, auf denen bis 1970 noch Wohnhäuser standen, wurden begrünt und ein gläserner Treppenturm mit Aufzug ergänzt, wodurch Barrierefreiheit geschaffen wurde.

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