Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Richard-Wagner-Straße 9, 06114 Halle, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Richard-Wagner-Straße 9
PLZ/Ort
06114 Halle
Land
Deutschland
Telefon
0345/5247-363
Fax
0345/5247-503

Web
https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/
E-Mail
poststelle@lda.mk.sachsen-anhalt.de

Beschreibung

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) gehört zum Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und repräsentiert dort die archäologische Sammlung des Bundeslandes. Seine Bestände zählen zu den umfangreichsten und wissenschaftlich bedeutenden Sammlungen in Deutschland; der Gesamtbestand umfasst mehr als 15 Millionen Fundstücke. Zu den international beachteten Objekten gehören unter anderem die Himmelsscheibe von Nebra (seit 2002 im Besitz des Museums, seit dem 23. Mai 2008 in der Dauerausstellung), der Reiterstein von Hornhausen, die Familiengräber von Eulau, der Waldelefant von Gröbern und die Schamanin von Bad Dürrenberg.

 

Die Wurzeln der Sammlung reichen zurück bis zur 1819 gegründeten Sammlung des Thüringisch-Sächsischen Vereins für Erforschung des vaterländischen Alterthums und Erhaltung seiner Denkmale in Naumburg. Diese Sammlung wurde 1823 nach Halle verlegt und 1825 im Alten fürstlichen Prachtsaal der Neuen Residenz untergebracht. Ende des 19. Jahrhunderts entstand auf Beschluss staatlicher Gremien der Schritt zur Einrichtung eines Provinzialmuseums; 1883 ging die Vereinskollektion in den Besitz des neuen Museums über, und 1886 begann die amtliche Bodendenkmalpflege in der Provinz.

 

Das heute genutzte Museumsgebäude entstand auf städtischem Gelände zwischen 1911 und 1913; seine Baugestalt nahm Anleihen an der Porta Nigra in Trier. Es wurde am 9. Oktober 1918 eingeweiht. In der Folgezeit erfolgten mehrere Umbenennungen und institutionelle Zuordnungen, insbesondere in den 1920er und 1930er Jahren sowie nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Museum und die Fachbibliothek überstanden den Krieg ohne nennenswerte Verluste; die Dauerausstellung konnte bereits im März 1946 wieder öffnen. In den 1950er bis 1980er Jahren wurden Ausstellungsexponate ergänzt und das Haus unter Denkmalschutz gestellt; 1984 wurde der millionste Besucher registriert.

 

Nach der deutschen Wiedervereinigung durchlief das Museum mehrere organisatorische Umgliederungen und erhielt zwischen 1991 und 1997 seine heutigen institutionellen Bezeichnungen. Seit der Bildung des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt zum 1. Januar 2004 ist das Landesmuseum eine von mehreren Abteilungen.

 

Das Haus ist Teil der touristischen Straße „Himmelswege“ und bildet zusammen mit der Kreisgrabenanlage von Goseck, der Kreisgrabenanlage von Pömmelte und dem Großsteingrab Langeneichstädt eine Station. Nach umfassenden Sanierungsarbeiten wurde die Dauerausstellung am 23. Mai 2008 neu eröffnet und behandelt die Epochen Paläolithikum, Mesolithikum, Neolithikum und Frühbronzezeit; 2010 ergänzte ein Mediensaal für etwa 40 Personen das Angebot, und Ende 2012 wurden die Bereiche Mittel- und Spätbronzezeit sowie Frühe Eisenzeit in die Dauerausstellung integriert.

Ort auf der Karte

Weitere Museen in der Nähe