Als Erinnerungsort an Friedrich Schillers frühe Jahre präsentiert das Museum Schillerhaus in Mannheim ein original erhaltenes Barockwohnhaus und setzt die Verbindung zu seiner Mannheimer Zeit in Szene.
Schiller lebte während seines Aufenthalts in Mannheim von 1783 bis 1785 in mehreren Wohnungen. Seine letzte Unterkunft befand sich vermutlich im sogenannten Hölzelschen Haus (B 5, 8), das heute nicht mehr existiert. Direkt daneben steht das Haus B 5, 7; es gehört zu den wenigen erhaltenen Beispielen in Mannheim, die noch ihren barocken Zustand samt Gartenhaus zeigen und damit das Umfeld des jungen Dichters veranschaulichen.
Das Anwesen besteht aus einem dreigeschossigen Wohntrakt mit einem angebauten Seitenflügel. Hinter dem Hauptgebäude erstreckt sich ein Hof, an den ein kleines, zweigeschossiges Hinterhaus anschließt.
Seit 2005 wird das Ensemble im Rahmen der Reiss-Engelhorn-Museen als Museum Schillerhaus genutzt. Die Präsentation widmet sich Schillers Mannheimer Jahren mit einer audiovisuellen Ausstellung und bietet zugleich Raum für literarische Veranstaltungen, die das historische Profil des Hauses mit aktueller Vermittlung verbinden.