Das Museum Eisenheim, Außenstelle des LVR-Industriemuseums Oberhausen, ist in der historischen Arbeitersiedlung Eisenheim untergebracht, die zu den ältesten ihrer Art im Ruhrgebiet zählt. Die städtebauliche Herkunft prägt den Ort und den thematischen Schwerpunkt des Hauses.
Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre drohte der Siedlung der Abriss; eine lokale Bürgerinitiative setzte sich dagegen durch und erreichte den Schutz als Denkmal. Aus bürgerschaftlichem Engagement entstand in einem der drei ehemaligen Waschhäuser ein Volksmuseum, in dem Bewohner Möbel, Alltagsgegenstände und Bilder sammelten.
1989 übernahm der Landschaftsverband Rheinland das sozialhistorische Museum und integrierte es in das LVR-Industriemuseum Oberhausen. 1996 wurde die Dauerausstellung „Eisenheim. Gründung, und Ausbau, Niedergang und Neubeginn der ältesten Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet“ eröffnet; sie dokumentiert die Entwicklung der Siedlung. Ergänzt wird die Präsentation seit 1999 durch eine Museumswohnung in einem Arbeiterhaus, in der zahlreiche Fotos und Dokumente die Darstellung des Wohn- und Alltagslebens vervollständigen.