Mineralogisches Museum, Universität Hamburg

Grindelallee 48, 20146 Hamburg, Deutschland

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Grindelallee 48
PLZ/Ort
20146 Hamburg
Land
Deutschland
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Web
http://www1.uni-hamburg.de/mpi/museum/
Tags
#Universität #Naturkunde #Mineralogie

Beschreibung

Als ehemals eigenständige Schausammlung der Universität ist das Mineralogisches Museum Hamburg heute Teil des Museum der Natur Hamburg. Die Ausstellung erstreckt sich über etwa 550 m² und präsentiert Mineralien, Erze, Edelsteine, Gesteine und Meteoriten.

 

Das Museum liegt in der Grindelallee im Stadtteil Rotherbaum, rund 200 Meter Luftlinie von der zoologischen Abteilung des Museum der Natur Hamburg, die dem Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) zugeordnet ist. Die mineralogischen Bestände gehen historisch auf Sammlungen zurück, die seit 1891 in Hamburg gesammelt und zunächst im Naturhistorischen Museum am Steintorwall gezeigt wurden. Wegen Platzmangels und späterer Umstände wurden sie mehrfach verlagert: 1907 in ein mineralogisch-geologisches Institut am Lübecker Tor, 1910 dort in einer Museumspräsentation öffentlich zugänglich gemacht, 1933 in ein anderes Gebäude verlegt, nach Auslagerungen im Zweiten Weltkrieg 1950 wiedereröffnet und schließlich 1958 in das neu errichtete Institut an der Grindelallee überführt. Eine dauerhafte öffentliche Schausammlung besteht seit 1969, nachdem Räume infolge der Flutkatastrophe von 1962 zeitweise anders genutzt worden waren. Über der Eingangstür befindet sich ein 1957 datiertes Kunstwerk; im Inneren ergänzen drei Wandgestaltungen die Raumausstattung.

 

Die wissenschaftlichen Bestände umfassen rund 90.000 Objekte, darunter etwa 50.000 Minerale und mehr als 900 Meteoriten. Auf zwei Ebenen sind etwa 1.500 Exponate öffentlich zu sehen. Zu den herausragenden Stücken zählen der 424 Kilogramm schwere Gibeon-Meteorit aus Namibia sowie die weltweit größten Antimonit-Kristalle aus Japan. Neben Mineralien widmet sich die Schau Meteoriten, Schmuck- und Edelsteinen sowie Gesteinen; Exemplare von bedeutenden Fundstellen wie der Tsumeb Mine und dem Erongo-Gebirge (Namibia), den Manganerzfeldern Südafrikas und dem Mont Saint-Hilaire (Kanada) vervollständigen die Präsentation. Die Ausstellung folgt einem galerieartigen Konzept, das die ästhetische Qualität und Einzigartigkeit der Stücke betont und damit klassische, systematische Ordnungen ergänzt — ein Ansatz, der auch in der mineralogischen Abteilung des American Museum of Natural History in New York vertreten ist.

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