Museum Barberini Potsdam

Humboldtstraße 5–6 , 14467 Potsdam, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Humboldtstraße 5–6
PLZ/Ort
14467 Potsdam
Land
Deutschland
Telefon
+49 331 236014-499
Web
http://museum-barberini.com/
E-Mail
info@museum-barberini.com

Beschreibung

Am Alten Markt in Potsdam präsentiert sich das Museum Barberini als Ort für Malerei vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart und legt einen Schwerpunkt auf den Impressionismus.

 

Das Haus wurde in den rekonstruierten Fassaden des klassizistisch-barocken Palasts Barberini errichtet, dessen Vorbild der Palazzo Barberini in Rom war. Der ursprüngliche Palast wurde im April 1945 bei einem Luftangriff schwer beschädigt und 1948 abgetragen; das Grundstück blieb lange unbebaut, bis ein Wiederaufbau im Rahmen der Stadterneuerung umgesetzt wurde. Der erste Spatenstich erfolgte im August 2013. Rekonstruiert wurden vor allem die Außenfassaden; das Innere wurde nach modernen Gesichtspunkten gestaltet. Auf drei Ebenen entstanden 17 Säle mit hohen Decken, Vouten und Eichenparkett sowie rund 2.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Das Gebäude bietet zudem ein Auditorium für Lesungen, Konzerte, Film- und Theaterveranstaltungen und beherbergt die Sammlung Hasso Plattner sowie wechselnde Ausstellungen.

 

Eröffnet wurde das Museum im Januar 2017; der öffentliche Betrieb begann kurz darauf. Bis Mai 2019 verzeichnete das Haus mehr als eine Million Besucher.

 

Seit September 2020 ist eine Dauerausstellung mit 107 Werken des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus aus der Sammlung Hasso Plattner zu sehen. Dazu zählen 38 Bilder von Claude Monet sowie Arbeiten von Gustave Caillebotte, Pierre-Auguste Renoir, Paul Signac, Alfred Sisley, Maurice de Vlaminck, Berthe Morisot, Camille Pissarro und Henri-Edmond Cross. Monets Getreideschober aus der gleichnamigen Serie (1890–1891) wurde im Mai 2019 bei einer Auktion in New York erworben. Mit 38 Gemälden von Monet verfügt das Museum über die größte Sammlung des Künstlers außerhalb von Paris. Die Präsentation spannt den Bogen von den 1860er Jahren bis ins frühe 20. Jahrhundert, verknüpft Werke aus mehreren Künstlergenerationen und zeigt die Entwicklung französischer Landschaftsmalerei in Impressionismus, Neoimpressionismus und Fauvismus anhand thematischer Schwerpunkte. Zu den bekannten Werken der Sammlung gehören Caillebottes Die Brücke von Argenteuil und die Seine (um 1883), Signacs Der Hafen bei Sonnenuntergang, Opus 236 (Saint-Tropez) (1892) sowie Monets Der Palazzo Contarini (1908) und die Seerosen (1914–1917). Am 23. Oktober 2022 wurde Monets Getreideschober durch einen Protestakt mit Kartoffelbrei attackiert; hinter einer Schutzverglasung blieb das Bild unbeschädigt.

 

Wissenschaftliche Forschung und didaktische Aufbereitung bilden die Grundlage der Ausstellungstätigkeit. Internationale Fachkollegen bereiten die Inhalte in Symposien vor; erläuternde Texte in den Räumen betonen zentrale Aspekte der einzelnen Präsentationen. Eine Online-Datenbank stellt Informationen zu Werken, Provenienz, Literatur und Ausstellungs­geschichte bereit. Während der coronabedingten Schließung wurden die digitalen Zugänge zur Impressionismus-Präsentation erweitert, um eine virtuelle Erschließung der Sammlung zu ermöglichen.

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