Museum für Kommunikation Berlin

Leipziger Straße 16, 10117 Berlin, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Leipziger Straße 16
PLZ/Ort
10117 Berlin
Land
Deutschland
Telefon
030 202 94 0
Fax
030 202 94 111

Web
http://www.mfk-berlin.de
E-Mail
mfk-berlin@mspt.de

Beschreibung

Mitten in Berlin-Mitte beherbergt das Museum für Kommunikation Berlin seine Ausstellungen im denkmalgeschützten Bau des ehemaligen Reichspostministeriums an der Leipziger Straße/Ecke Mauerstraße.

 

Der Ursprung der Institution liegt im 1872 gegründeten Reichspostmuseum, initiiert vom Generalpostmeister Heinrich von Stephan. Das benachbarte Postgebäude entstand in den 1870er Jahren und wurde später erweitert; in dieser Erweiterung untergebracht war das Museum, das schon früh die kulturgeschichtliche Entwicklung von Verkehr und Nachrichtenwesen vermittelte. Eine markante, mehrere Meter hohe Figurengruppe krönt seit dem 19. Jahrhundert die Fassade als Symbol der weltweiten Bedeutung von Post und Telekommunikation. Das Gebäude steht seit 1977 unter Denkmalschutz.

 

Der Zweite Weltkrieg hinterließ schwere Schäden; nach 1945 blieben in Teilen nur die Umfassungsmauern erhalten. Bestände waren ausgelagert und gelangten teilweise in die westliche Besatzungszone, wodurch sich ihr Verbleib veränderte. In der Folgezeit wurde das Haus in Ost-Berlin wieder als Postmuseum aufgebaut. Ab den 1960er Jahren entstanden Dauerausstellungen zur Geschichte von Post, Telegrafie, Telefonie sowie Rundfunk und Fernsehen, die Ausstellungsflächen schrittweise erweitert wurden. Für die 750-Jahr-Feier Berlins war eine umfassende Wiederherstellung geplant; erst nach dem Mauerfall konnten noch ausstehende Bauarbeiten, darunter die Rekonstruktion des Lichthofes, abgeschlossen werden.

 

In den 1990er Jahren wurde das Gebäude denkmalgerecht restauriert und für ein neues Nutzungskonzept überarbeitet. Unter dem Lichthof entstand ein neues Kellergeschoss für besonders wertvolle Objekte, darunter die berühmte Blaue Mauritius. Ende der 1990er Jahre wurden die Bauarbeiten beendet; im März 2000 wurde das Museum der Öffentlichkeit übergeben.

 

Die Sammlung geht in ihrer Zielsetzung auf das Reichspostmuseum zurück und umfasst historische Materialien zur Post- und Kommunikationsgeschichte sowie Darstellungen aus Schriftlichkeit und Beförderung über verschiedene Epochen und Kulturen. Kriegsverlusten und Verlagerungen folgten umfangreiche Wiederzusammenführungen und Neustrukturierungen; aus Teilen der Bestände entstand in der Bundesrepublik das Bundespostmuseum in Frankfurt (1958 eröffnet). Nach der Postreform 1995 wurden regionale Sammlungen und Standorte in der Museumsstiftung Post und Telekommunikation zusammengefasst, zu der das Berliner Haus gehört.

 

Die Berliner Sammlung fokussiert die Geschichte des Postwesens und gliedert sich in Bereiche zur Transport- und Verkehrsgeschichte (einschließlich historischer Postfahrzeuge und kartografischer Objekte), zur Geschichte der Post und ihrer Nachfolgeunternehmen mit Archiv- und Fotosammlungen sowie zur Geschichte des Schriftverkehrs (Briefe, Postkarten, Schreibgeräte, Stempel und Entwürfe). Aus Platzgründen sind nicht alle Bestände am Hauptstandort ausgestellt; weitergehende Hinweise sind über die Informationsangebote des Museums erhältlich. Die museumsbibliothek mit post- und philatelistischer Literatur fand im Jahr 2000 ihren endgültigen Platz im Haus und umfasst einen umfangreichen Bestand.

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