Museum für islamische Kunst

Bodestr 1-3, 10178 Berlin, Deutschland

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Straße
Bodestr 1-3
PLZ/Ort
10178 Berlin
Land
Deutschland
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Web
http://www.smb.spk-berlin.de/isl

Beschreibung

Im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel präsentiert das Museum für Islamische Kunst eine umfangreiche Sammlung islamischer Kunstwerke und gehört zu den Staatlichen Museen zu Berlin. Es zeigt Exponate aus dem Raum zwischen Spanien und Indien, die zeitlich vom 7. bis zum 19. Jahrhundert reichen.

Schwerpunktbildend sind Objekte aus Ägypten, dem Vorderen Orient und dem Iran; hinzu kommen Funde aus Ausgrabungen in Ktesiphon, Samarra und Tabgha. Weitere bedeutende Bestände dokumentieren die Buchkunst und Miniaturmalerei des Mogulreichs sowie sizilianische Elfenbeinarbeiten. Zu den herausragenden Exponaten zählen die Mschatta-Fassade, das Aleppo-Zimmer, eine Kuppel aus der Alhambra, zwei Mihrābe aus Kaschan und Konya, ein Drache‑Phönix-Teppich aus Kleinasien sowie ein Koranfaltpult aus dem 13. Jahrhundert. Wechselnde Präsentationen in den Buchkunstkabinetten ergänzen die Dauerausstellung; darüber hinaus wurden auch Ausstellungen zeitgenössischer Kunst aus dem islamischen Raum gezeigt.

Die Institution entstand 1904 als islamische Abteilung im damaligen Kaiser-Friedrich-Museum; die Mschatta-Fassade bildete gemeinsam mit Teppichen den Sammlungsbeginn. Im neu errichteten Pergamonmuseum zog das Museum in den Südflügel und eröffnete 1932. Der Zweite Weltkrieg führte 1939 zur Schließung und verursachte zum Teil schwere Verluste und Zerstörungen. Ab den 1950er‑Jahren wurde die Sammlung schrittweise wieder zugänglich gemacht; 1992 erfolgte die organisatorische Zusammenführung der Bestände, 2000 öffnete eine neu gestaltete Dauerausstellung im Pergamonmuseum.

Von 2015 bis zur vorübergehenden Schließung im Oktober 2023 bot das Programm „Multaka – Treffpunkt Museum“ arabisch und persisch sprechenden Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit zu interkulturellem Austausch. Forschungsprojekte des Hauses reichen von Ausgrabungen in Herat und der Zitadelle von Aleppo über die Erstellung digitaler Kulturgüterregister bis zu sammlungsbezogenen Untersuchungen zu Ktesiphon, Samarra und Khurasan sowie Digitalisierungsmaßnahmen für die Bestände.

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