Im Bielefelder Stadtbezirk Senne vermittelt das Museum Osthusschule Einblicke in die Schul- und Heimatgeschichte der Region und nutzt dafür ein historisches Dorfschulgebäude aus preußischer Zeit.
Das Ensemble gliedert sich in zwei Bauteile: In einer verklinkerten Schule von 1895 sind ein nachgebautes Klassenzimmer um 1900, die frühere Lehrerwohnung und eine Sammlung landwirtschaftlicher Geräte untergebracht. Dieses Gebäude diente einst als Volksschule der ehemaligen Gemeinde Senne I und enthielt zugleich einen kleinen Wirtschaftsteil. Ergänzt wurde das Angebot 2003 durch die alte Volksschule Oldentrup, ein Gebäude von 1832, das für das Museum nach Senne versetzt wurde. Das gesamte Ensemble steht unter Denkmalschutz.
Seit seiner Gründung 1995 zeigt das Museum in verschiedenen Bereichen Alltag und Arbeitswelt ländlicher Schulwesen. Im Klassenzimmer wird historischer Unterricht demonstriert; ein Nebentrakt thematisiert Leben und wirtschaftliche Lage eines Dorfschullehrers um 1800. Darüber hinaus beherbergt das Haus das Heimatarchiv des Stadtbezirks Senne, eine Schmetterlingssammlung und weitere Exponate bäuerlicher Werkzeuge.
Zum Museum gehört ein etwa 7000 m² großes Außengelände mit Rosarium, Kräutergarten und einem Waldlehrpfad, auf dem jährlich das GartenKunst-Fest stattfindet. Träger ist ein ehrenamtlich geführter Förderverein; der Betrieb finanziert sich durch Spenden von Besucherinnen und Besuchern.