Niederrheinisches Freilichtmuseum

An der Dorenburg 28, 47929 Grefrath, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
An der Dorenburg 28
PLZ/Ort
47929 Grefrath
Land
Deutschland
Telefon
02158/91730
Fax
02158/917316

Web
https://www.kreis-viersen.de/de/inhalt-41/niederrheinisches-freilichtmuseum/
Tags
#Freilichtmuseum

Beschreibung

Im Grefrather Ortsbereich bewahrt das Niederrheinische Freilichtmuseum die bäuerliche und handwerkliche Kultur des mittleren Niederrheins und macht sie auf einem Gelände von rund vier Hektar erfahrbar. Das Areal um die zentral gelegene Dorenburg wurde mit originalen und rekonstruierten Gebäuden aus der Region bestückt; so entsteht ein räumlich gegliederter Blick auf Lebens- und Arbeitsverhältnisse vergangener Jahrhunderte.

Die Dorenburg selbst nimmt im Zentrum des Museumsgeländes eine Vermittlerrolle ein: Im Burggebäude sind Objekte zur Wohnkultur des Bürgertums und Adels am Niederrhein zu sehen, im Obergeschoss werden wechselnde volkskundliche Sonderausstellungen mit regionalem Bezug gezeigt.

Ringförmig um die Burg gruppieren sich Bauernhöfe und Werkstätten, die unterschiedliche Aspekte des ländlichen Alltags zeigen. Der Spenneshof aus Hagen (Viersen-Süchteln) verfügt über eine Flachs-Darre und präsentiert Töpferei, Steinzeugherstellung, Ziegelproduktion sowie holzverarbeitende Berufe wie Radmacher, Zimmermann und Küfer. Eine historische Kornbrennerei aus Straelen zeigt Anlagen um 1910. Die Lohgerberei aus Moers dokumentiert den Übergang von Handwerk zur industriellen Fertigung anhand von Maschinen aus den 1960er-Jahren und beherbergt zusätzlich schuh- und sattlerhandwerkliche Exponate. Weitere Bestandteile sind ein feuerwehrgeschichtliches Spritzenhaus von 1779, eine Dampfwalze aus Soest sowie Bauernhöfe mit Gerätschaften, Kutschen, Pferdeköppeln, Dreschmaschinen und Backhaus.

Im ehemaligen Pferdestall der Dorenburg wurde eine funktionstüchtige Dorfschmiede eingerichtet; eine Scheune beherbergt das Spielzeugmuseum auf drei Etagen mit Spielzeug aus drei Jahrhunderten, darunter Modelleisenbahnen, Puppenhäuser, frühe Spielkonsolen und Seifenkisten. Besucher können das Gelände im Rahmen von Führungen erkunden und bei Sonderveranstaltungen historische Handwerkspraktiken erleben, etwa Brotbacken im alten Steinofen. Regelmäßige Höhepunkte im Jahreskalender sind das Treffen der Kaltblutpferde am 1. Mai und das Oldtimer-Traktorentreffen am letzten Sonntag im September.

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