Das Niederrheinisches Museum Kevelaer e.V. in der Wallfahrtsstadt Kevelaer bewahrt und vermittelt volkskundliche, kulturgeschichtliche sowie künstlerische Zeugnisse der Region; der Museumsbau gehört zu den größeren Einrichtungen am Niederrhein.
Die Sammlung geht auf den 1910 gegründeten Verein für Heimatschutz in Kevelaer zurück. Erste Exponate wurden im sogenannten „De alde Weem“, dem alten Pastorat, zugänglich gemacht. 1937 vereinigte sich das Kevelaerer Museum mit dem Gelderner Kreismuseum und entstand am Marienpark als Kreisheimatmuseum unter dem Namen „Haus der Heimat“, wobei die bedeutende Sammlung des Geometers Michael Buyx in den Bestand einfloss. Im Jahr 1945 zerstörte ein Luftangriff das Museum; das Ausmaß der Verluste ließ sich nicht vollständig klären.
1954 erwarb das Museum das aus dem 18. Jahrhundert stammende „Risbroecksche Haus“, das bis heute Teil der Einrichtung ist. In den folgenden Jahrzehnten folgten mehrere bauliche Maßnahmen: die Umnutzung des Wohnhauses, der Anbau eines Quadrum-Baus (1958–1960), der Neubau eines großen Museumstraktes (1973–1976) sowie ein letzter Neu- und Umbau 1991–1995. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird das Haus seit 1995 von einem rechtsfähigen, gemeinnützigen Museumsbetreiberverein getragen.
Seit der Umgestaltung von Website und Erscheinungsbild 2018/2019 tritt das Haus mit dem Logo „Niederrheinisches Museum Kevelaer“ auf. Anfang 2023 erfolgte die offizielle Namensänderung von „Niederrheinische Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte e.V. Kevelaer“ in „Niederrheinisches Museum Kevelaer e.V.“