Residenz München

Residenzstr. 1, 80333 München, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Residenzstr. 1
PLZ/Ort
80333 München
Land
Deutschland
Telefon
089 29067-1
Web
https://www.residenz-muenchen.de

Beschreibung

In der Münchner Residenz bewahrt die Staatliche Münzsammlung München eine umfassende numismatische Sammlung Bayerns und umfasst mehr als 300.000 Münzen, Banknoten, Geldzeichen und Medaillen von der Antike bis in die Gegenwart.

Der Bestand reicht zurück in die frühneuzeitlichen Kunstkammern des 16. Jahrhunderts und wurde über Jahrhunderte ergänzt, vereinigt und umgegliedert. Kriegsverluste während des Dreißigjährigen Krieges bildeten nur einen Teil der wechselvollen Geschichte; der verbleibende Kern wurde in der Schatzkammer der Residenz verwahrt. Im Zuge politischer Umwälzungen und der Säkularisation gelangten zahlreiche Klostersammlungen an den Staat, womit sich der Bestand deutlich erweiterte. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Münzcabinet einer wissenschaftlichen Institution zugeordnet und erhielt unter der Regentschaft Ludwigs I. besondere Aufmerksamkeit, auch durch die Herausgabe kursfähiger Gedenkmünzen. Zentrale Teile der Sammlung wuchsen im 19. Jahrhundert, weitere bedeutende Ergänzungen folgten im 20. Jahrhundert. Nach der Zerstörung des früheren Domizils im Zweiten Weltkrieg blieben Bibliotheksteile erhalten, und seit 1963 sind die Ausstellungsräume in der Residenz in Gebrauch.

Die Sammlung zeigt Münzen, Medaillen, Papiergeld, Wertpapiere und geschnittene Steine; die ältesten Stücke datieren in das 3. Jahrtausend v. Chr. Besondere Schwerpunkte bilden antike Münzen, deutsche Renaissancemedaillen sowie die bayerischen Geschichtstaler, die einst auch als Umlaufmünzen zur Erinnerung an Persönlichkeiten und Ereignisse dienten.

Das Münzkabinett verwahrt zudem bedeutende Serien deutscher Renaissancemedaillen mit zugehörigen Formmodellen sowie eine reiche moderne Medaillenkunst, die seit dem späten 19. Jahrhundert in Frankreich und Deutschland neue Impulse erfuhr. Papiergeldbelege aus aller Welt und unterschiedlicher Epochen ergänzen die Bestände, ebenso wie eine umfangreiche Erwerbung antiker Gemmen und Kameen. Historische Münzschränke dokumentieren die Aufbewahrungsgeschichte; darunter Beispiele französischer Hofkunst, Rokokoarbeiten aus Salzburg und asiatische Lackmöbel, die zu Münzschränken umgearbeitet wurden.

Die Staatliche Münzsammlung unterhält die größte öffentliche numismatische Bibliothek Deutschlands mit über 26.000 Bänden, Fachzeitschriften, Handschriften und Fundakten und betreibt regelmäßige Sonderausstellungen zu Themen von der Spätantike bis zur modernen Medaillenkunst, darunter groß angelegte Präsentationen wie „Konstantin 312“, „Keltengeld“ und Reihen zu zeitgenössischen Medailleuren.

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