Schifffahrtsmuseum Fischhalle

Wall 65, 24103 Kiel, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Wall 65
PLZ/Ort
24103 Kiel
Land
Deutschland
Telefon
0431 901-3428
Web
https://www.kiel.de/de/kultur_freizeit/museum/schifffahrtsmuseum_fischhalle.php
E-Mail
stadt-undschiffahrtsmuseum@kiel.de
Tags
#Schifffahrt #Maritim

Beschreibung

Am Sartorikai in Kiel nutzt das Schifffahrtsmuseum Kiel seit 1978 die historische Fischauktionshalle als Ausstellungsort und vermittelt dort die maritime Geschichte der Stadt.

 

Direkt an der benachbarten Museumsbrücke Seegarten sind mehrere historische Schiffe festgemacht, darunter der Seenotrettungskreuzer Hindenburg, ein Feuerlöschboot, das Fahrgastschiff Stadt Kiel sowie der Tonnenleger Bussard von 1906. Vor dem Museumsgebäude wurde die Laterne des Feuerschiffs Kiel aufgestellt; dieses Schiff war später als Segelschulschiff Alexander von Humboldt bekannt.

 

Die Fischauktionshalle selbst wurde 1910 eröffnet, um den Fischhandel an einem witterungsgeschützten Ort zu bündeln. Das repräsentative Bauwerk erhielt ein hohes Dach und im Inneren zwei jeweils acht Meter lange Becken, um die Stände der Fischer zu ordnen; außen gliederten sich rund 30 einzeln zugängliche Verkaufsräume. Für Auktionen erwies sich die Halle als zu klein, und viele Verkaufsstellen blieben ungenutzt.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Gebäude unbeschädigt, verlor aber 1948 durch den Umzug des Fischmarkts an die Schwentinemündung seine ursprüngliche Funktion und stand lange leer. Ein Abbruchbeschluss von 1966 wurde nicht ausgeführt; 1972 erhielt das Gebäude Denkmalschutz und wurde in das Verzeichnis der Kulturdenkmale der Stadt Kiel eingetragen. Am 30. April 1978 eröffnete das Schifffahrtsmuseum, nach umfangreichen Sanierungsarbeiten begann 2010 eine Neuausrichtung der Ausstellung, die am 25. April 2014 wiedereröffnet wurde. Zu den ständigen Themen zählen Kiels Fischereigeschichte, der Nord-Ostsee-Kanal, Marinemalerei, zahlreiche Schiffsmodelle und nautisches Gerät. Zu den Exponaten gehört ein geborgenes Wracksegment des Kleinst-U-Bootes Seehund, das 1995 bei Bauarbeiten am dritten Fährterminal aus der Kieler Förde gehoben wurde. Im August 2020 wurde die neue Dauerausstellung "Marine, Werften, Segelsport" eröffnet.

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