Schokoladenmuseum Köln GmbH

Am Schokoladenmuseum 1a, 50678 Köln, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Am Schokoladenmuseum 1a
PLZ/Ort
50678 Köln
Land
Deutschland
Telefon
0221/931888-0
Fax
0221/931888-14

Web
http://www.schokoladenmuseum.de

Beschreibung

Im Rheinauhafen auf der Rheinauhalbinsel in Köln liegt das Schokoladenmuseum Köln, das die Kulturgeschichte von Kakao und Schokolade umfassend präsentiert. Im Ausstellungsgebäude findet sich die weltweit umfangreichste Darstellung zu diesem Thema; in der Dauerausstellung veranschaulicht eine gläserne Schokoladenfabrik die moderne industrielle Herstellung.

 

Die Idee zum Museum entstand aus einer umfangreichen firmengeschichtlichen Sammlung, die bei einem Herstellungsumzug konserviert wurde. Nach einem erfolgreichen Experiment mit einer Jubiläumsausstellung 1989 entschied man sich für einen eigenständigen Museumsbau als erstes Gebäude im neu entwickelten Stadtquartier Rheinauhafen. Historische Gebäude des Areals wurden mit einem bis Oktober 1993 fertiggestellten Neubau kombiniert; die Eröffnung erfolgte am 31. Oktober 1993. Die Baukosten beliefen sich auf 53 Millionen DM. In den Folgejahren kam es zu wechselnden Industriepartnerschaften und zu zwei Namensänderungen; seit 2017 trägt die Einrichtung den Namen Schokoladenmuseum Köln.

 

Auf rund 4.000 m² Ausstellungsfläche sind u. a. eine begehbare Tropenhaus-Vitrine (ein Glaskubus mit 10 m Kantenlänge) mit Theobroma-Arten, miniaturisierte Produktionsanlagen, historische Maschinen, Gussformen und Automaten zu sehen. Zu den Sammlungsstücken zählen Porzellan- und Silberschalen des 18. und 19. Jahrhunderts sowie vorkolumbianische Trinkgefäße. Die gläserne Fabrik wurde 2020 neu gestaltet und ergänzt durch eine begehbare Infografik.

 

Seit 2023 zeigt die überarbeitete Dauerausstellung „Weltreise des Kakaos“ vielfache Aspekte der Produktion, soziale Fragen und Naturschutz im Kontext der 17 Nachhaltigkeitsziele der UNESCO. 2024 wurde „Schokolade ist ein Gefühl“ eröffnet, zehn Stationen thematisieren emotionale Assoziationen wie Liebe, Luxus und Festlichkeit. Das Kernstück bleibt die kulturgeschichtliche „Zeitreise des Kakaos“; die umfassend überarbeitete Präsentation seit 24. Juni 2025 beleuchtet 5.000 Jahre Kakaogeschichte, von rituellen Getränken über Luxusgüter bis zur Massenverbreitung, behandelt koloniale Zusammenhänge und zeigt Exponate zur Arbeit von Fabrikmitarbeiterinnen sowie den Wandel weiblicher Rollen.

 

Als zertifizierter außerschulischer Lernort für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) informiert das Museum über Arbeits- und Lebensbedingungen von Kakaobäuerinnen und -bauern, ökologische Folgen des Anbaus und das ungelöste Problem der Kinderarbeit. Es wurde im November vom UNESCO-Weltaktionsprogramm für BNE ausgezeichnet. Mit rund 4.000 Führungen pro Jahr und etwa 706.000 Besuchern zählt das Haus zu den meistbesuchten Museen Deutschlands; ein historischer Drehbrücken-Zugang von 1888 führt zum Museum und soll 2026 mit Kulturinvest-Fördermitteln saniert werden.

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