Stadtmuseum Güstrow

Franz-Parr-Platz 10, 18273 Güstrow, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Franz-Parr-Platz 10
PLZ/Ort
18273 Güstrow
Land
Deutschland
Telefon
03843 769-122
Fax
-

Web
http://www.guestrow.de/tourismus-kultur/kulturelle-einrichtungen/stadtmuseum/

Beschreibung

Im historischen Umfeld von Schloss Güstrow und dem Ernst-Barlach-Theater nimmt das Stadtmuseum Güstrow am Franz-Parr-Platz 10 die stadtgeschichtliche Sammlung der Stadt auf und dokumentiert die Entwicklung von der Gründung im Hochmittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

 

Die Institution entstand aus einem 1890 gegründeten Kunst- und Altertumsverein; bereits 1892 eröffnete ein erstes Museum im Billardsaal auf der Promenade. In den folgenden Jahrzehnten erfolgten mehrere Umzüge und zeitweilige Schließungen: 1910 zog die Sammlung an den Domplatz, 1923 wurden Exponate ins Schloss überführt, 1924 fand eine Wiedereröffnung am Wall statt, bei der erstmals auch Sonderausstellungen gezeigt wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurden Bestände ausgelagert; in der Nachkriegszeit lagerten sie zunächst im "Haus der Kultur" am Annaplatz (heute Goetheplatz) und ab 1953 in einem barocken Bürgerhaus am Franz-Parr-Platz 7. 1958 eröffnete eine stadtgeschichtliche Dauerausstellung, das Museum übernahm regionale Aufgaben wie die Kreisbodendenkmalpflege und die Betreuung einer Gedenkstätte als Außenstelle, und präsentierte 1978 im Rahmen der 750-Jahr-Feier eine neu gestaltete Schau. Die jüngste grundlegende Überarbeitung der Dauerausstellung führte 2003 zur Neueröffnung im Eckgebäude Franz-Parr-Platz 10.

 

Die Sammlung vermittelt lokalgeschichtliche Zusammenhänge und verknüpft sie mit überregionalen Ereignissen. Im Erdgeschoss läuft ein einführender Film, der zehn Minuten lang sieben Schlüsselereignisse für Güstrow beleuchtet: die Gründung des Doms im 13. Jahrhundert, den Beginn der Residenzzeit ab 1555, den Einzug Wallensteins 1628, die Verhandlungen von 1712 mit Beteiligung Peters des Großen und Augusts des Starken, das Wirken des Malers Georg Friedrich Kersting um 1800, den ersten Aufenthalt Ernst Barlachs 1908 und seine Niederlassung ab 1910 sowie den Besuch des Bundeskanzlers 1981 und dessen Auswirkungen auf die DDR-Politik.

 

Die Ausstellung ist räumlich gegliedert: Erdgeschossräume behandeln Expressionismus sowie frühe Stadtherrschaften, Domgeschichte und das Mittelalter. Im Obergeschoss führen thematisch aufeinanderfolgende Räume durch die frühe Neuzeit, das 16. und 17. Jahrhundert, das 18. Jahrhundert, die Befreiungskriege 1813/14, Porträts und Arbeiten Georg Friedrich Kerstings, das klassizistische Stadtbild, Kunst und Kultur des 19. Jahrhunderts, das Werk John Brinckmans, die wirtschaftliche Entwicklung im 19. Jahrhundert, Ernst Barlachs Wirken in Güstrow sowie die Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert.

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