Technisches Halloren- und Salinemuseum

Mansfelder Str 52, 06108 Halle, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Mansfelder Str 52
PLZ/Ort
06108 Halle
Land
Deutschland
Telefon
0345 78239633
Fax
-

Web
https://salinemuseumhalle.de/
E-Mail
info@salinemuseum.de

Beschreibung

Das Salinemuseum Halle liegt auf der historischen Salineinsel in Halle (Saale) und dokumentiert die lange Verbindung der Stadt zur Salzgewinnung. Geologisch beruht die lokale Soleförderung auf Vorkommen im Zechstein; durch tektonische Verwerfungen gelangt das Steinsalz als Sole natürlich an die Oberfläche, während anderswo in Mitteleuropa Salz unter Tage abgebaut oder künstlich ausgesolt wird.

 

Die Gewinnung von Salz aus Sole reicht in Halle bis in die Bronzezeit zurück und konzentrierte sich rund um den Hallmarkt auf mehrere Brunnen, darunter der bereits im Jahr 803 erwähnte Meteritzbrunnen, der Gutjahrbrunnen, der Hackesche Born und der Deutschen Born. Über Jahrhunderte erfolgte das Sieden der Sole in Koten am Hallmarkt; die dortige pfännerschaftliche Saline gab 1869 die Produktion auf. Auf der Salineinsel wurde 1721 auf Veranlassung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. eine königliche Saline gegründet; die Solezufuhr erfolgte zunächst über Rohrleitungen von den Brunnen am Hallmarkt, später nutzte man ab 1926 einen Brunnen auf dem Holzplatz. Das Salinenareal blieb bis zur Stilllegung der Anlage 1964 in Betrieb.

 

1967 eröffnete in den Gebäuden der ehemaligen Königlich-Preußischen Saline das Halloren Museum; nach der Inbetriebnahme einer Siedepfannenanlage 1969 erfolgte die Umbenennung zum Technischen Halloren- und Salinemuseum. Seit 2020 ist das Museum wegen umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen; geplant ist der Ausbau zu einem modernen Industriemuseum, das die Halloren‑Bruderschaft und die Salzgeschichte von der Vorgeschichte bis zum Ende der industriellen Produktion präsentiert. Die Fabrikbauten selbst – erste Anlagen von 1719–1721, das als Uhrenhaus bekannte Salzmagazin, ein Siedehaus von 1789 und weitere Baukörper des 19. Jahrhunderts – gelten als frühe Zeugnisse der Industriearchitektur und werden als Teil der Ausstellungskultur inszeniert. Ergänzend erinnert die ehemalige schmalspurige Kohlebahn an die Versorgung der Saline mit Braunkohle; das ehemalige Tagebaurestloch ist heute als Friedhofsteich sichtbar.

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