In einer Hanglage des Stuttgarter Gähkopfs liegt das Theodor-Heuss-Haus, das als Museum dem Leben und Wirken des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss (1884–1963) gewidmet ist. Es steht im Feuerbacher Weg 46 in der Feuerbacher Heide und wird als Veranstaltungsort sowie Ausstellungsort genutzt.
In den frühen 1950er Jahren entschieden Theodor Heuss und seine Frau Elly Heuss-Knapp, ihren Ruhestand in Stuttgart zu verbringen; dafür ließ das Ehepaar ein Bungalowhaus in bevorzugter Hanglage errichten. Nach dem Tod seiner Frau 1952 und dem Ende seiner zweiten Amtszeit bezog Heuss das Haus 1959 und lebte dort bis zu seinem Tod 1963. In den Jahren danach diente das Gebäude dem eigens gegründeten Theodor-Heuss-Archiv zur Erschließung und Erforschung seines Nachlasses; dieses Archiv wurde im Juni 1971 aufgelöst und das Haus in den 1970er und 1980er Jahren privat vermietet. Mitte der 1990er Jahre erwarb die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus das Gebäude und ließ es umbauen, sanieren und erweitern. Eine erste dauerhafte Ausstellung eröffnete 2002 und war bis 2021 zu sehen. Von November 2021 bis Mai 2023 unterzog die Stiftung das Haus einer umfassenden Renovierung.
Heute zeigt das Theodor-Heuss-Haus unter anderem die ständige Ausstellung Demokratie als Lebensform. Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp sowie einen eigenen Raum zur Darstellung des Amtes des Bundespräsidenten. Die original möblierten Wohnräume geben mit zahlreichen Kunstwerken des 20. Jahrhunderts Einblick in Heuss’ Lebensstil und bürgerliches Wohnen um 1960; das Arbeitszimmer beherbergt die historisch-politische Privatbibliothek des Bundespräsidenten. Ergänzende Bildungsprogramme, Workshops für Schulen und eine mobile Ausstellung vermitteln Aspekte von Geschichte und Demokratie regional und bundesweit.