Im Ortsbild von Langerwehe im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen) veranschaulicht das Töpfereimuseum die regionale Keramiktradition. Die handwerkliche Tätigkeit der Töpfer ist hier bis heute lebendig; in der Gemeinde arbeiten weiterhin mehrere Töpfereien.
Der historische Gebäudekomplex geht auf den alten Pfarrhof zurück, den die Gemeinde in den 1930er Jahren erwarb, um die Sammlung Josef Schwarz zu präsentieren. Baumaßnahmen wurden durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen und erst 1950 fortgesetzt. Bei der Wiederaufnahme des Projekts wurden neben der Ausstellung eine Werkstatt sowie ein Vortragssaal eingerichtet. Nach einer längeren Phase ehrenamtlicher Leitung übernahm 1975 erstmals eine hauptamtliche wissenschaftliche Betreuung die Museumsführung.
Die Präsentation thematisiert unter anderem den gefährlichen Tonabbau unter Tage sowie die riskanten Brandvorgänge in Steinzeugöfen. Auf acht Ausstellungsräumen wird die Bandbreite der Produkte sowie die vielfältigen Techniken der Tonbearbeitung und -verarbeitung erläutert. Ergänzend zur Dauerausstellung veranstaltet das Museum regelmäßig öffentliche Ereignisse, beispielsweise den Töpfermarkt. Die besondere Atmosphäre der Einrichtung wird von der Gemeinde zudem für standesamtliche Trauungen genutzt.