Im Zentrum Wuppertals befand sich das Wuppertaler Uhrenmuseum (auch Uhrenmuseum Abeler), eine private Sammlung zur Geschichte der Zeitmessung. In den Kellergewölben des Stammhauses an der Poststraße wurden auf etwa 300 m² rund 2000 Exponate präsentiert.
Den Anfang bildete eine 1955 ersteigerte Uhrensammlung in Köln; 1958 öffnete das Museum seine Türen. Mit rückläufigen Besucherzahlen wurden die Öffnungszeiten stark reduziert, bis die Einrichtungen am 10. September 2016 geschlossen wurden. Die meisten Objekte gingen im November 2016 in Frankfurt unter den Hammer. Im Herbst 2017 führte die 178 Jahre alte Firma einen Totalausverkauf in ihren beiden Uhrenläden im Zuge der Geschäftsaufgabe durch.
Die Ausstellung dokumentierte 5000 Jahre Zeitgeschichte. Gezeigt wurden unter anderem eine ägyptische Auslaufwasseruhr, römische und griechische Sonnenuhren, französische Pendulen und napoleonische Kaminuhren sowie Kerzen- und Sanduhren. Daneben fanden sich ungewöhnliche Formen wie Uhren in Dolchen, Knöpfen, ein hölzerner Totenkopf und Stutzuhren in Tierformen. Barocke und rokokoartige Spielwerke sowie die Entwicklung der Räderuhr ergänzten die Sammlung; bis hin zur ersten kontinentaleuropäischen Atomuhr von 1956 und Armbanduhren mit Solar- und Quarzantrieb reichte der Bogen. Viele Stücke wurden in einer eigenen Spezialwerkstatt restauriert oder als Rekonstruktionen hergestellt; etwa 110 Exponate bildeten die Wanderausstellung "5000 Jahre Zeitmessung".
An der Hausfassade befand sich ein Glockenspiel, das seit 1951 in einer Nische ertönte und von ursprünglich 12 auf 37 Glocken erweitert wurde; mehrmals täglich erklangen verschiedene Melodien. Viertelstündlich trat die Figur des Chronos auf und drehte eine Sanduhr, zur vollen Stunde erschien die Gestalt des Todes und symbolisierte das Vergehen der Stunde. Unter dem Glockenspiel zeigte eine Mercator-Weltkarte seit 1958 die Zeit in Honolulu, New York, Moskau, Ceylon, Tokio und die Mitteleuropäische Zeit. Eine aus Teilen eines zerstörten Pferdefuhrwerks entstandene Drei‑Räder‑Uhr zog mediale Aufmerksamkeit auf sich; daneben informierte eine digitale Weltbevölkerungsuhr über den aktuellen Stand der Erdbevölkerung.
Über Uhren hinaus umfasste die Sammlung eine Ringsammlung mit 390 Objekten (Verkauf 2011), rund 15.000 Speisekarten mit einer Auswahl von ca. 450 Karten für die Wanderausstellung "Lukull auf den Speisekarten der Welt" sowie etwa 20.000 Weinetiketten zur Geschichte und Gestaltung von Etiketten. Insgesamt besuchten mehr als eine Million Menschen das Museum, darunter Politiker, Schauspieler und internationale Delegationen.