In Holzmaden bewahrt das Urwelt-Museum Hauff eine umfangreiche Sammlung von Fossilien aus der Posidonienschiefer-Formation der Schwäbischen Alb.
Aus einer Privatsammlung eines Präparators entstand das Museum 1936/37. Ein Neubau erfolgte in den Jahren 1967 bis 1971 durch die nächste Familiengeneration. In den 1990er Jahren übernahm erneut ein Familienmitglied die Leitung; die vierte Generation trat 2018 bzw. 2022 in die Leitung des Familienunternehmens ein. Seit 2016 ist das Haus als Geopoint des UNESCO Geopark Schwäbische Alb ausgezeichnet.
Die Ausstellung zeigt besonders gut erhaltene Funde aus den Fundstellen Holzmaden und Ohmden. Zu den präsentierten Gattungen gehören Ichthyosaurier, Plesiosaurier, Krokodile, Flugsaurier, Fische sowie Seelilien, Ammoniten und Belemniten. Auffälligste Objekte sind eine 18 × 6 m messende versteinerte Seelilienkolonie, die als die größte ihrer Art gilt, und ein nahezu vier Meter langer Ichthyosaurier, bei dem ein trächtiges Muttertier mit einem bereits geborenen Jungtier sowie fünf im Leib sichtbare Embryonen dokumentiert sind.
1993 wurde das Museum im Rahmen eines Erweiterungsbaus auf 1000 m² Ausstellungsfläche vergrößert und gehörte damit zu den umfangreichsten privaten Naturkundemuseen in Deutschland. Naturgetreue Modelle, Filme und Computeranimationen veranschaulichen das Jurameer und unterstützen die didaktische Konzeption.
Die Fossilienfundstätte Holzmaden wurde 2006 von der Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien in Hannover als eines der bedeutendsten nationalen Geotope Deutschlands gewürdigt und als möglicher Kandidat für das UNESCO‑Weltnaturerbe genannt.