In Soest fungiert das Wilhelm-Morgner-Haus seit Mai 2016 als Ausstellungsort für das Museum Wilhelm Morgner sowie für den Raum Schroth der Stiftung Konzeptuelle Kunst mit der Sammlung Schroth.
Das Gebäude wurde 1962 nach einem Entwurf aus Wiesbaden errichtet und stellt ein typisches Beispiel der frühen 1960er-Jahre dar; es ist als Baudenkmal der Stadt Soest eingetragen (seit 1999) und wurde im Januar 2017 von der LWL-Denkmalpflege als Denkmal des Monats in Westfalen-Lippe gewürdigt. Im September 2015 beschloss der Rat der Stadt die offizielle Umbenennung in „Museum Wilhelm Morgner“. Bis Mai 2016 blieb das Haus aufgrund von Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten geschlossen.
Die ständige Ausstellung widmet sich in erster Linie dem in Soest geborenen Expressionisten Wilhelm Morgner und zeigt zentrale Werke aus seinem Œuvre. Die Sammlung umfasst etwa 60 Gemälde sowie rund 400 grafische Arbeiten und Zeichnungen. Ergänzend werden Bestände der städtischen Kunstsammlung präsentiert, die Plastiken, Skulpturen, Grafiken und Gemälde vom Westfälischen Expressionismus über regionale Landschaftsmalerei bis zur Moderne nach 1945 und zur zeitgenössischen Kunst umfasst.
Die städtische Sammlung dokumentiert ausführlich die regionale Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts und umfasst mehr als 3.500 Kunstwerke von Künstlern, die in Beziehung zu Soest standen oder hier ausgestellt haben; vertreten sind unter anderem Heinrich Aldegrever, Christian Rohlfs, Emil Nolde, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Franz Nölken, Johannes Molzahn, Josef Albers, Emil Schumacher, Günther Uecker, Fritz Winter und weitere bedeutende Vertreter. Neben der Dauerausstellung werden wechselnde Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Im Haus befindet sich zudem eine Artothek, in der Kunstwerke ausgeliehen werden können.