Am südwestlichen Rand von Aschersleben befindet sich der Zoo Aschersleben, eine kommunale Einrichtung, die Naturerlebnis und Tierhaltung für Besucherinnen und Besucher verbindet und jährlich rund 100.000 Menschen anzieht.
Gegründet wurde der Zoo 1973 als Heimattierpark im Naherholungsgebiet Alte Burg. Das etwa 10 Hektar große Gelände ist hügelig und zum Teil bewaldet; es schließt die letzten Reste der Burg Aschersleben ein. Nach 1989 wurden zahlreiche Gehege modernisiert und an zeitgemäße Haltungsstandards angepasst.
Heute leben rund 300 Tiere aus etwa 100 Arten im Zoo Aschersleben. Ein Schwerpunkt liegt auf Halbaffen und katzenartigen Arten. Für den stark gefährdeten Sibirischen Tiger (Panthera tigris altaica) besteht seit 2004 eine großzügige Freianlage von etwa 2.000 m². Weitere größere Umbauten sind eine 1997 errichtete Anlage für Ozelots mit begehbarer Voliere sowie eine 1999 eröffnete, rund 500 m² große Anlage für Amurleoparden. Der Zoo beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Dianameerkatzen, Salzkatzen und Amurleoparden.
Das Angebot des Hauses umfasst zudem ein Planetarium, das seit 1976 im Gelände besteht, sowie ein maßstabsgetreues Modell des Sonnensystems entlang des Weges dorthin. Seit 2003 existiert eine Zooschule, die Biologieunterricht und Bildungsangebote vor Ort organisiert. Die Arbeit des Zoos wird zusätzlich von einem örtlichen Förderverein unterstützt.