Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig

Adenaueralle 160, 53113 Bonn, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Adenaueralle 160
PLZ/Ort
53113 Bonn
Land
Deutschland
Telefon
++49 (0)228 / 9122 201
Fax
+49 (0)228 / 9122 212

Web
http://www.museumkoenig.de

Beschreibung

Im Gebäude des Bundesviertels ist das Museum Koenig Bonn (ZFMK) angesiedelt; es gehört zum Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels, einer Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen, und betreibt Forschung und Ausstellung zur Biodiversität.

Das markante Museumsgebäude liegt an der Bundesstraße 9 am Rande des Bundesviertels, steht unter Denkmalschutz und ist als Station des historischen Wegs der Demokratie ausgewiesen, weil in der großen Halle am 1. September 1948 der Festakt zum Zusammentritt des Parlamentarischen Rates stattfand. Sitz der Stiftung ist Bonn; das Institut umfasst seit der Namensänderung im Juli 2021 auch das Museum der Natur Hamburg als zweiten Standort. Das Museum ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird gemeinschaftlich von Bund und Ländern finanziert. Forschungsschwerpunkte sind rezente Wirbeltiere und Gliederfüßer.

Die Sammlung geht auf das private naturkundliche Museum des Ornithologen Alexander Koenig zurück, das er 1929 dem Staat übergab. Der heutige Bau entstand nach einem Baubeginn zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde im Ersten Weltkrieg für militärische Zwecke genutzt und nach wechselhaften Nutzungen fertiggestellt; das Haus wurde mehrfach umgebaut und in den späten 1990er Jahren grundlegend saniert, 2003–2006 erweitert und 2012 am Dach instandgesetzt. In der Nachkriegszeit diente das Gebäude zeitweise als Dienstsitz der Bundeskanzlei und beherbergte Büros von Bundesministerien, weshalb es in die Route zur politischen Geschichte Bonns einbezogen wurde.

Heute gliedert sich das Museum in vier Zentren: das Zentrum für Taxonomie und Morphologie (ztm) mit den Abteilungen Wirbeltiere und Arthropoden, das Zentrum Molekulare Biodiversitätsforschung (zmb), das Zentrum für Biodiversitätsmonitoring und Naturschutzforschung (zbm) sowie das Zentrum für Wissenstransfer (zwt) mit Öffentlichkeitsarbeit und Ausstellungen. Die naturkundliche Sammlung umfasst etwa sieben Millionen Präparate. Bedeutende Teilbestände sind Käfer (Coleoptera, ca. 2,5 Mio.), Schmetterlinge (Lepidoptera, ca. 2 Mio.), Diptera (ca. 300.000), Hymenoptera (ca. 153.000), sowie umfangreiche Bestände an Vögeln, Fischen, Amphibien, Reptilien, Säugetieren und Gliederfüßern.

Die Dauerausstellung „Unser blauer Planet – Leben im Netzwerk“ veranschaulicht seit 2004 Funktionsweisen großer Lebensräume mittels großformatiger Dioramen. Im Lichthof bildet eine inszenierte afrikanische Savanne das Zentrum; weitere Themen sind Regenwald (mit den Ergänzungen „Unterholz“ von 2016 und „Regenwald‑Kronendach“ von 2022), Arktis/Antarktis, Mitteleuropa, Vogelwelt und ein Vivarium.

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