Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Bodestr. 1, 10178 Berlin, Deutschland

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Bodestr. 1
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10178 Berlin
Land
Deutschland
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030 266424242
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Web
http://www.smb.museum/aemp
Tags
#Historik #Ägyptologie #Ägypten #Nubien #Archäologie #Geschichte #Mumien #Hieroglyphen

Beschreibung

Auf der Museumsinsel in Berlin, im wiedereröffneten Neuen Museum, zeigt das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin umfassende Bestände der altägyptischen Kultur. Seit der Wiedereröffnung des Hauses im Oktober 2009 befindet sich die ständige Ausstellung wieder an diesem historischen Ort.

Die Sammlung entstand 1828 aus einer ägyptischen Abteilung der königlichen Kunstsammlungen auf Empfehlung Alexander von Humboldt. Anfangs wurden die Bestände an einem anderen Standort der Stadt verwahrt; später erweiterten Sammlungen durch eine Expedition in den 1840er-Jahren den Bestand. Ab 1850 erhielt die Abteilung eigene Räume auf der Museumsinsel. Im Jahr 1920 gelangte die Büste der Nofretete in die Sammlung und entwickelte sich zum bedeutendsten Publikumsmagneten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung zerschlagen: Das Neue Museum erlitt 1943 schwere Schäden, zahlreiche Objekte verbrannten, andere wurden ausgelagert. Die Nofretete überstand den Krieg verborgen in einem Stollen in Thüringen und kam später nach Wiesbaden. Nach 1945 teilte sich die Sammlung; ein Großteil wurde in der DDR-Zeit in einem Museumsteil im Ostteil Berlins gezeigt, Reste waren in West-Berlin ausgestellt. Nach der Wiedervereinigung wurden die Bestände schrittweise zusammengeführt. Vor einem dauerhaften Umzug in das Neue Museum wurden Teile der Sammlung ab 2005 im Alten Museum präsentiert, wobei großformatige Monumente nicht gezeigt werden konnten. Mehrere monumentale architektonische Werke, darunter das Kalabscha-Tor und der Tempelvorhof aus dem Totentempel Sahures, bleiben aus Platzgründen außerhalb der Dauerausstellung und sind laut Masterplan für die Museumsinsel für eine spätere Präsentation in einem geplanten vierten Flügel des Pergamonmuseums vorgesehen; dieses Projekt ist umstritten. Die wissenschaftliche Arbeit am Haus wird zusätzlich durch den Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums e. V. unterstützt.

Die Ausstellung erstreckt sich über drei Ebenen und dokumentiert rund vier Jahrtausende altägyptischer Kultur. Gezeigt werden Alltagsgegenstände aus dem Niltal, königliche und kultische Bildwerke, Vorstellungen vom Jenseits sowie bedeutende Papyrus-Handschriften. Zu den zentralen Objekten zählen die Büste der Nofretete, der „Berliner Grüne Kopf“ und der Papyrus Westcar.

Seit 2015 beteiligt sich das Museum an dem Vermittlungsprojekt „Multaka – Treffpunkt Museum“, das Führungen für arabisch- und persischsprachige Besucher anbietet und den interkulturellen Austausch über historische und kulturelle Bezüge fördert. Seit Ende 2023 ist das Ägyptische Museum Teil dieses Angebots.

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