Aktuelle Museums-News von: "Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt"

Geistiger Mittagstisch - Himmelsbilder

30. Mar 2015
Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt

Geistiger Mittagstisch – Die etwas andere Mittagspause

Mit uns können Sie ihre Mittagspause etwas anders verbringen: Einmal im Monat bietet Frau Dr. Grund eine kleine Führung von ca. 20 min. an, in der Sie die Möglichkeit haben, in ihrer Mittagspause Kunst und Kultur zu erleben.

Die Reihe des „Geistigen Mittagstisches“ widmet sich 2015 historischen Eichstätter Dar- und Vorstellungen des Himmels und seiner Bewohner.

Himmelsbilder – hier schweifen die Gedanken zunächst zum blauen Firmament mit duftigen Wolkenformationen. In vielen Religionen ist der Himmel jedoch Alternative zur umgebenden, erfahrbaren Wirklichkeit. Zudem ist er Heimat der göttlichen Wesen und erhoffter Ort des Fortlebens nach dem irdischen Leben.


Das Hochaltargemälde der Schutzengelkirche ist eine Arbeit des begnadeten und jung verstorbenen Malers Johann Evangelist Holzer aus dem Jahre 1739. Es zeigt einerseits die Endzeitvision des Sehers Daniel, wie sie im gleichnamigen biblischen Buch geschildert wird, darunter den Kampf des Himmelfürsten Michael. Daneben verbildlicht das grandiose Gemälde die auf das Frühmittelalter zurück gehende Einteilung der Engel, der himmlischen Geister, in neun Chöre.

 

Die zweite Kurzführung führt in den Hofgarten, wo wir uns mit den Deckengemälden des Muschelpavillons beschäftigen werden. Die bezaubernde Anlage des Pavillons entstand 1780 nach den Plänen des Hofbaudirektors Mauritio Pedetti, die duftigen Fresken schuf Hofmaler Johann Michael Franz. Sämtlich zeigen sie Himmelsbilder, in denen sich Putten als Personifikationen der Elemente und Jahreszeiten tummeln.

 

Die 1721 entstandenen Deckengemälde des Augsburger Akademiedirektors Johann Georg Bergmüller in der ehemaligen Klosterkirche Notre Dame de Sacre Coeur sind Thema der dritten Kurzführung. Ist die kühn aufsteigende Kuppel der Kirche selbst schon ein Stück Himmel, erweitern die Deckengemälde nochmals den Blick in himmlische Sphären. Dabei ist nicht nur der Kirchenbau selbst dem Herzen Jesu geweiht, sondern thematisieren auch sämtliche Gemälde die Herz-Jesu-Verehrung.

 

Die vierte Kurzführung führt in den lichtdurchfluteten Festsaal der ehemaligen fürstbischöflichen Sommerresidenz, für den der Südtiroler Maler Johann Evangelist Holzer um 1737 das Deckengemälde schuf. In zarten Pastellfarben eröffnet es den Blick in himmlische Höhen, aus denen Flora, die Göttin des Frühlings, und Aurora, die Göttin der Morgenröte, der Welt ihre Segnungen angedeihen lassen. Wer und was sich hier sonst noch alles tummelt erfahren Sie beim „Ausflug“ in das Himmelsbild des Holzersaales.

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