Aktuelle Museums-News von: "Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt"

transalpin. Brücken, Bridges, Ponti

22. Jun 2015
Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt

Sonderausstellung

„transalpin. Brücken, Bridges, Ponti. Claudio Viscardi“

 

Unter dem Motto „transalpin“ beschäftigen sich zwei Künstler unabhängig voneinander mit dem historischen Phänomen der Vermittlung von italienischem Gedankengut in der Architektur und im Kunsthandwerk durch die Graubündner Baumeister, die ausgehend vom wirtschaftlich unbedeutenden Misoxtal erfolgreich Aufträge und Anstellungen an Fürstenhöfen erhielten und dadurch ein reiches Oeuvre in vielen Regionen Mitteleuropas hinterlassen haben. Am deutlichsten geprägt durch diese welschen Künstler ist vielleicht die ehemalige fürstbischöfliche Residenzstadt Eichstätt.


Den zweiten Teil des Ausstellungsreigens bestreitet der Künstler Claudio Viscardi (geb. 1955 in Chur). Er ist ein Nachfahre des Graubündner Baumeisters Giovanni Antonio Viscardi (1645-1713) und erlernte in seiner Heimat den Beruf des Restaurators. Er widmete sich jedoch dann der freien Kunst und ist nach den Stationen in Zürich, Rom, Lugano, Amsterdam nun in Irland tätig. Seine Ausstellungsaktivitäten erstrecken sich von England, Irland, Deutschland, Italien bis in die Schweiz.

 

Claudio Viscardi ließ sich in seinen neuen Werken unter der Metapher der Brücke aus der Sicht eines Graubündners auf den historischen Kulturaustausch über die Alpen nach Eichstätt ein. In seiner eigenen, aufwendigen Maltechnik erzielt er eine außergewöhnlich räumliche Tiefenwirkung und faszinierende Farbharmonien. Er arbeitet mit Täuschungen und Verfremdungen und führt so den Betrachter in eine geheimnisvolle Welt ein. Als Auftakt zu den zwanzig im Museum präsentierten Gemälden wird auf dem Eichstätter Residenzplatz ein von ihm konzipiertes und bemaltes Objekt „connect“ aufgestellt.


Die Ausstellung findet vom 15. 7. bis 1. 11. 2015 im Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt statt.

Es wird ein reich illustrierter Katalog erscheinen, der Beiträge in drei Sprachen enthält.

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