Station: [160] Gasthaus zum Stern

  • Museum Bürgstadt

Die Ersterwähnung des Hauses im Jahre 1524 ist nach einer Inschrift im Kellerabgang belegt. Dass in diesem Haus das Gasthaus Stern war, soll seit 1638 lt. dem Heimatforscher Norbert Schmitt belegt sein. In den Matrikelbüchern der Pfarrkirche ist von 1638 bis 1641 Paul Mader als „Oberer Wirt“ bezeichnet. Bis 1837 gab es verschiedene Besitzer des Gasthauses. Danach wird erstmals Michael Anton Schäfer als „Sternwirt“ genannt. Sein Sohn Anton Schäfer führte danach das Gasthaus zum Stern. In der Zeit zwischen 1870 und dem 1. Weltkrieg fanden im Gasthaus auch viele Tanzveranstaltungen statt. Nach dem 1. Weltkrieg übernahm 1921 sein Sohn Alexander das Gasthaus. Alexander Schäfer war nicht nur Wirt und Jäger, er erzeugte auch einen hervorragenden Wein, insbesondere den Bürgstadter Frühburgunder. Er hatte zwei Söhne und eine Tochter. Leider kamen die Söhne aus dem 2. Weltkrieg nicht zurück, sodass seine Tochter Eugenie den Stern bis zu ihrem Tod im Jahr 1980 weiterführte. Danach erwarb die Gemeinde Bürgstadt das Gasthaus und verpachtete es an die Familie Markert. 1986 konnte die bisherige Pächterin Heidi Martin, geb. Markert das Gasthaus von der Gemeinde erwerben. Zusammen mit ihrem Bruder Klaus Markert betreibt sie nun das Gasthaus zum Stern mit beachtlichem Erfolg. Im Garten des Gasthauses errichtete ihr Ehemann einen repräsentativen Neubau, bei dem weitgehend alte Materialien zu einem gelungenen Neubau zusammen gefügt wurden, um dort seinen Antiquitätenhandel zu betreiben.