Station: [166] Tabakshalle im Streckfuß

  • Museum Bürgstadt

Der Tabakbauverein Bürgstadt erwarb am 29.6.1933 von der Gemeinde Bürgstadt ein Grundstück für die Errichtung von drei Trockenhallen für den in Bürgstadt angebauten Tabak. Im Herbst 1933 wurden drei Hallen fertiggestellt. Zu dieser Zeit zählte der Tabakbauverein Bürgstadt 248 Mitglieder. In den Nachkriegsjahren erlebte der Tabakbau in Bürgstadt eine Blütezeit. Am Untermain behauptete Bürgstadt die Spitze der Gemeinden, in denen Tabak angebaut wurde. 1960 musste jedoch ein drastischer Einbruch hingenommen werden. Die Pilzkrankheit "Blauschimmel" befiel fast sämtliche Tabakpflanzen. 1961 gab es nur noch 39 Pflanzer. Durch den Rückgang des Tabakanbaues wurden am 10.5.1975 zwei der drei Hallen abgebrochen. Die letzte hier noch stehende Halle wird z.Zt. von den Ortsvereinen genutzt. Sie steht heute unter Denkmalschutz. Im Museum in Bürgstadt ist die Geschichte des Tabakbaues in Bürgstadt von 1851 bis 1989 zu sehen.