Station: [02] Prosit!

  • Gleimhaus - Museum der deutschen Aufklärung

Das sind Freudentage im Hause Gleims, wenn neue Bilder überreicht werden. Das habe ich oft erlebt. Wie das ohngefähr aussieht, siehst du in diesem Zinnfiguren-Schaukasten, der allerdings nicht aus der Zeit Gleims stammt.

 

Gleim, der ganz rechts steht, und einige seiner Verwandten und Freunde befinden sich im sogenannten „Freundschaftstempel“. Der Maler Adolph Schöner (der zweite von links) übergibt die Porträts von Johann Heinrich Voß (links stehend) und seiner Frau Ernestine, die links am Tisch sitzt (ihr Bildnis auf der Staffelei ganz links). Alle betrachten die neuen Bilder.

 

Was überlegen sie wohl?

 

 

Sie werden überlegen, ob Voß und seine Frau ‚getroffen‘ sind oder nicht, also ob die Bilder ‚ähnlich‘ sind.

 

Ob ihnen die Bilder wohl gefallen?

 

 

Wohl schon, denn einer der Anwesenden erhebt sein Glas.

 

Ich kann dir ein Geheimnis verraten: Gleim hat zwar ständig vom Weintrinken gedichtet, aber selbst nur wenig getrunken. Man merkt: Dichtung ist nicht immer gleich Leben.

 

 

Gleim ist Dichter und Sammler. Er sammelt dreierlei. Alle drei Sammlungsgegenstände fangen mit „B“ an. Kommst du drauf, was diese drei „Bs“ sind?

 

Die drei „B“, die für die drei Sammlungen Gleims stehen, sind:

Bilder, Bücher, Briefe

Diese Sammlungen haben natürlich damit zu tun, dass Gleim die Freundschaft so wichtig ist. E-Mail und Telefon kennt Gleim noch nicht, also schreibt er mit seinen Freunden Briefe. Die Bilder helfen ihm, an seine Freunde zu denken. Unter den Büchern sind viele Werke seiner Freunde. Außerdem stehen die auch Freunden zur Verfügung.