Station: [12] Seele und Charakter im Bildnis

  • Gleimhaus - Museum der deutschen Aufklärung

Wenn Gleim einem Maler einen Auftrag zu einem Bild erteilt, so gibt er die gewünschte Größe an. Alle Bildnisse sollen gleich groß sein, damit sie gleichrangig erscheinen und damit sie sich leicht neben- und untereinander hängen lassen.

 

Ich habe Gleim einmal gefragt, warum er seine Freunde nicht in ganzer Figur malen lasse. Er antwortete: „Nur die Ritter lassen sich in ganzer Figur malen, damit man die Sporen sieht. Von Gelehrten malt man nur die Köpfe.“

Was meinte er damit?

 

 

 

Na klar, Gleim wollte bei seinen Freunden nicht deren Macht, Reichtum und gesellschaftliche Bedeutung sehen, sondern vielmehr deren Seele und Charakter.

 

 

Und wenn Du mal darauf achtest, dann merkst Du vielleicht, dass die meisten Leute auf ihren Bildern lächeln. Ja, sie wollen nicht vor allem ernst, wichtig und streng erscheinen, … sondern? Sondern sympathisch, freundlich.