Station: [16] Vater Gleim

  • Gleimhaus - Museum der deutschen Aufklärung

Gleim ist unverheiratet und hat keine Kinder. Dennoch nennen ihn viele „Vater Gleim“. Weil er so väterlich ist und viele seiner jüngeren Freunde sehr großzügig unterstützt. Auch zu mir ist er wie ein Vater – nicht nur weil er mich Lesen und Schreiben lehrt.

 

Ich finde, diese Güte des Herzens sieht man den Bildnissen Gleims an. Vor allem dem spätesten, auf dem er schon fast 80 Jahre alt ist. In diesem Raum sind zwei Porträts Gleims. Du erkennst sie an der Nase.

 

 

Wenn Vater Gleim jetzt hier wäre, würde er Dir sicherlich gerne selbst einige seiner Freunde vorstellen. Wenn Schüler hier sind, ist er meistens nicht zu bremsen. Er will Achtung für die Geistes- und Herzensgröße seiner Freunde erregen. Deshalb will er auch, dass die Bildnisse und seine übrigen Sammlungen nach seinem Tod erhalten bleiben.

 

Er meint, wenn wir uns mit diesen anständigen und verdienstvollen Personen beschäftigen, dann spornt uns das an, selbst anständig zu sein und etwas aus uns zu machen.

 

Bei vielen der Bildnisse hat Gleim auf die Rückseite geschrieben, worin uns die betreffend Person ein Beispiel geben kann. So steht auf der Rückseite des Porträts des Dichters Gellert aus Leipzig: „gemalt wegen seiner Menschen-Liebe“.

 

Ich hoffe, unser Rundgang hat Dir gefallen. Wenn Du Fragen hast, kannst Du dich an die Kolleginnen und Kollegen von der Aufsicht wenden.

Übrigens bin ich per Brief und per E-Mail an das Gleimhaus leicht zu erreichen (gleimhaus@halberstadt.de). Gleim hat auch ein Facebook-Profil, über das er zu erreichen ist. Auf Wiedersehn!