Station: [05] Slawen in Ostholstein

  • Oldenburger Wallmuseum

Die Burg von Starigard war Sitz des Fürsten, also der slawischen Elite. Sie lag am Kreuzungspunkt eines frühmittelalterlichen See- und Landhandelsweges. Neben regen Handelsbeziehungen über die Kieler Bucht zum wikingerzeitlichen Haithabu pflegte man über die Lübecker Bucht auch gute Kontakte zu den slawischen Nachbarn in Groß Strömkendorf und zur Mecklenburg. Aber auch auf dem Landweg gelangten Güter aller Art in die Siedlung. Unterhalb der Burg an der engsten Stelle der Niederung, durchquerte ein Fernhandelsweg das Sumpfgebiet. Die günstige Lage nutzen die Bewohner von Starigard, um am beginnenden Fernhandel rund um die Ostsee teilzunehmen. Geschickte Handwerker stellten kunsthandwerklich hochwertige Gegenstände für den Fürstenhof und dem Export her. Diese bedeutende Einnahmequelle führte zum weiteren Machtzuwachs des slawischen Fürsten.