Station: [08] Diorama - Burgwall

  • Oldenburger Wallmuseum

Dieses Modell zeigt uns, wie die Menschen in der Burganlage Starigards vor 1000 Jahren zusammen gelebt haben. Die Lage des Ortes war von großer Bedeutung, denn in einer sumpfigen und moorigen Landschaft war an dieser Stelle ein fester Boden durch die Moränen der Eiszeit entstanden. Der Bau des linken Ringes mit seinem Ringwall reicht in das 7. Jahrhundert zurück. Er hatte einen Durchmesser von 140 Metern. Im 8. Jahrhundert wurde er weiter ausgebaut und die Anlage erhielt die Form einer 8, die heute noch gut zu erkennen ist. Die Länge wuchs auf 240 Meter, die gesamte Innenfläche betrug ca. 2 Hektar. Im Vordergrund sieht man die Arbeiter beim Ausbessern des Ringwalls. Weil es hier viele Wälder gab, baute man große Holzkisten, die dann mit Sand und Lehm verfüllt wurden. Der fertige Wall ergab eine stattliche Höhe von insgesamt 18 Metern. Nach außen zum offenen Land hin schüttete man eine steile Wand auf, die mit Gras bewachsen war. Innen an dem Ringwall bauten die Menschen ihre Häuser aus Holz dicht bei einander. Zu dieser Zeit lebten hier 800 bis 1000 Menschen. Die Gärten und Felder waren außerhalb der Burg. Rechts auf dem Ringwall erkennt man einige größere Häuser, die sich durch ihre Bauweise mit Säulen oder Pfosten hervorheben. Hier wohnten die Fürsten der wagrischen Slawen.