Station: [13] Figurengruppe: Fürstentaufe

  • Oldenburger Wallmuseum

Diese Figurengruppe zeigt einen Bischof in liturgischer Gewandung und einen Fürsten, die gerade nach der Taufe des Fürsten aus einem Bethaus treten. Bei dem Bischof könnte es sich um Gerold handeln. Sein Vorgänger Bischof Vicelin hatte nach über 80 Jahren den Bischofsstuhl wieder besetzt und auf dem slawischen Marktplatz ein hölzernes Bethaus bauen lassen. Bischof Gerold gelang nun die endgültige Christianisierung der Slawen im Bereich Starigard. Die Siedlung auf dem Wall war jedoch bereits zerstört und der machtlose slawische Fürst wohnte außerhalb Starigards. 1156 besuchte Gerold Starigard, zerstörte das Landesheiligtum des Prove auf dem Wienberg und gründete die St. Johannis Kirche, die älteste Backsteinkirche Nordeuropas. Diese wurde als Bischofskirche gebaut, aber der Bischofssitz wurde bereits 1160 in das aufstrebende Lübeck verlegt. Bitte wenden Sie sich nun der Nische rechts neben der Figurengruppe zu. Das Ende der slawischen Selbständigkeit war bereits eingeläutet, seit das Gebiet Wagriens 1139 zu einem Teil der Grafschaft Holstein geworden war. Zwischen 1143 und 1156 wurde Wagrien durch deutsche Siedler bevölkert, die sich Rund um die Burgen der Slawen niederließen. 1149 endete die slawische Besiedlung des Burgwalls. Oldenburg veränderte sich, der Schwerpunkt der Besiedlung lag nun auf dem Gebiet westlich des heutigen Marktplatzes. Slawen und zugewanderte deutsche Siedler lebten offensichtlich friedlich zusammen, bis die Slawen schließlich in der deutschen Bevölkerung aufgingen. 1170 wurden die Slawen das letzte Mal erwähnt. Oldenburg erhielt 1233 schließlich das Stadtrecht durch den Grafen von Holstein. Hier endet der Rundgang durch diesen Ausstellungsteil. Die 2. Ausstellung finden Sie in der rechten Scheune. Der Eingang befindet sich ebenfalls an der hinteren Stirnseite.