Station: [14] Einleitung „Leben in einer westslawischen Stadt“

  • Oldenburger Wallmuseum

Die Ausstellung „Leben in einer westslawischen Stadt“ präsentiert das Leben der Händler und Handwerker im frühen Mittelalter. Dies ist die Zeit, in der auch in der Fürstenburg Starigard eine frühstädtische Lebensweise gepflegt wurde. Die Ausstellung konzipierte Prof. Adrian von Müller aus Berlin. Neben speziellen Ausstellungsstücken aus Starigard werden auch Funde anderer westslawischer Siedlungen gezeigt. Bitte wenden sie sich jetzt nach rechts in den Gang hinein. Links sehen sie die beiden Hauptbauformen slawischer Häuser. Das erste Haus ist ein sogenannter Schwellbohlenbau. Bei diesem Haustyp sind die Holzwände in die auf dem Erdboden liegende Schwellbohle eingelassen. Die Wandkonstruktion trägt das Dach. Die Wände bestehen aus mehreren Rundhölzern, die oben und unten mit dem Rahmen verzapft werden. Die Fugen zwischen den Wandhölzern sind mit Moos, Wolle oder Lehm abgedichtet. Das Haus rechts daneben ist ein Pfostenbau, dessen Wände aus Flechtwerk von Weidenruten und Birkenreisig bestehen. Zum Schutz gegen Wind und Feuchtigkeit sind die Wände innen und außen mit Lehm verputzt. Die Schautafeln rechts im Gang geben Auskunft über die typischen Siedlungsplätze der frühen Burgstädte der Slawenzeit an Kreuzungspunkten von Wasser- und Landwegen und zeigen den Arbeitsaufwand bei der Herstellung der slawischen Wallanlagen.