Station: [19] Slawischer Handel

  • Oldenburger Wallmuseum

In dieser Vitrine sehen Sie 2 Schiffsmodelle, wie sie von Slawen und Skandinaviern für den Transport auf Flüssen und der Ostsee gebaut wurden. Die Schiffe waren breit, hatten einen geringen Tiefgang, konnten gesegelt und gerudert werden. Sitzbänke oder Kajüten gab es nicht, Menschen und Fracht waren dem Wetter ungeschützt ausgesetzt. Der Transport auf dem Seeweg hatte aber gegenüber dem Landweg erhebliche Vorteile: Ein voll beladener Wagen mit 2 vorgespannten Ochsen oder Pferden legte 20 – 40 km pro Tag zurück; ein Schiff konnte 10 mal so viel laden und schaffte 120 – 140 km. Die Schautafel hinter Ihnen gibt Ihnen einen Überblick über die Fernhandelswege der Kaufleute. Wie man unschwer erkennen kann, wurden weite Distanzen über Wasserwege zurückgelegt. Viele Handelsgüter wie Stoffe, Salz, Honig und Pelze lassen sich archäologisch nicht mehr nachweisen, weil sie verbraucht wurden oder vergänglich waren. Andere, archäologisch nachweisbare Handelsgüter, finden Sie links in der Vitrine 21.