Station: [11] Louis Gurlitt: "Partie am Hardangerfjord", 1835

  • Museum Kunst der Westküste

Das Gemälde Partie am Hardangerfjord des norddeutschen Landschaftsmalers Louis Gurlitt aus dem Jahr 1835 zeigt eine norwegische Gebirgslandschaft. Der Betrachter wird mit dem Verlauf eines schmalen Weges vom Vordergrund bis hin zu einem kleinen Dorf am Rande des Wassers ins Bildinnere geführt. Dort erstrecken sich der Fjord und die imposanten, teilweise schneebedeckten Berge. Einerseits folgte Gurlitt hier einem klassischen und nationalromantischen Schönheitsideal, welches die Idealisierung der Landschaft vorschrieb; Andererseits bemühte er sich auch um eine getreue Schilderung der Natur. Gurlitt absolvierte seine künstlerische Ausbildung in Kopenhagen und Hamburg, bei der er in Kontakt mit der Malerei von Christian Morgenstern und Johan Christian Dahl kam. Vor allem Dahl löste mit seinen naturdramatischen Bildern eine Faszination für die norwegische Landschaft bei ihm aus. Im Jahr 1832 besuchte Gurlitt die Heimat seines Vorbildes zum ersten Mal. Während einer weiteren Reise im Jahr 1835 entstanden zahlreiche Studien, die ihm zur Ausfertigung des Bildes Partie am Hardangerfjord in seinem Atelier in Kopenhagen dienten. Im Laufe seines langen Lebens bereiste Gurlitt zahlreiche europäische Länder. Norwegen aber blieb über mehrere Jahre ein wichtiges Thema seiner Kunst.