Station: [1] Im Naturkundemuseum


Kind: Papa, schau mal — warum stehen denn hier ein Mischpult und Mikrofone in der Vitrine? Die sehen ja gar nicht aus wie Museumsstücke.

Vater:
Stimmt, oder? Und trotzdem erzählen sie eine kleine Museumsgeschichte. Wenn ich die sehe, muss ich an früher denken: Da saßen Sprecherinnen und Sprecher noch gemeinsam mit Redakteuren und Tontechnikern im Studio und haben Audioguides aufgenommen. Das war richtige Handarbeit — und oft klang es am Ende wie ein kleines Hörspiel.

Mutter:
Ja, das hatte schon seinen ganz eigenen Zauber. So wie früher bei vielen Berufen. Mein Vater zum Beispiel, also euer Opa, war Möbelschreiner. Der hat schon vor dreißig Jahren über Möbel „von der Stange“ geschimpft. Aber am Ende haben sich die Zeiten eben geändert.

Kind:
Na ja … dafür konnten sich dann aber auch viel mehr Familien schöne Möbel leisten. Und vielleicht blieb sogar noch Geld für einen Fernseher übrig.

Vater:
(genervt gespielt, dann warm)
Touché, Pauline. Du hast natürlich recht. Veränderungen haben oft zwei Seiten. Wer sich anpasst, kommt weiter. Sogar die Dinosaurier erinnern uns daran — obwohl sie es mit den Veränderungen leider nicht geschafft haben.

Kind:
(lacht)
Jetzt sind wir bei Dinos gelandet. Aber was hat das mit Audioguides zu tun?

Vater:
Eine ganze Menge. Die meisten Audioguides sollen vor allem die Ausstellungsstücke erklären und Hintergrundwissen gut verständlich vermitteln. Sie müssen also gar nicht immer wie ein Hörspiel klingen. Und genau da wird es spannend: Mit der KI von museum.de und den neuen synthetischen Stimmen der dritten Generation kann man solche Audiobeiträge heute schon für weniger als 1,50 Euro pro Station und Sprache vertonen.

Mutter:
Und wenn man bedenkt, dass genau dieser Hörbeitrag, den wir gerade sprechen, auf diese Weise entstanden ist … dann ist das schon ziemlich beeindruckend.

Kind:
Ach Mama, jetzt tu nicht so überrascht.
(kichert)
Aber ehrlich: Wie funktioniert das denn überhaupt?

Vater:
Dann hole ich mal ein bisschen aus. Museen können seit 16 Jahren über einen passwortgeschützten Datenpflegebereich alle wichtigen Informationen zu ihrem Haus eintragen — kostenlos. Und das bleibt auch kostenlos.

Mutter:
Und zusätzlich können die Museen dort eigene Audioguides anlegen. Die Besucherinnen und Besucher hören sie dann ganz einfach auf dem Smartphone — direkt im Museum oder auch schon vorher von zu Hause aus. Das läuft stabil über den Browser, man muss also nicht erst eine App installieren.

Vater:
Genau. Und standardmäßig können sogar fünf eigene Audioguides angelegt werden: zum Beispiel einer für die Dauerausstellung, einer für Kinder, und weitere für Sonderausstellungen.

Kind:
Okay, verstanden. Aber wie kommen die Stimmen da rein?

Mutter:
Das ist eigentlich ganz clever. Im Datenpflegebereich legt das Museum für jede Station eine Audiostation an. Wenn schon ein fertiger Text da ist, kann der direkt genutzt werden. Und wenn es erst einmal nur einen langen Fachtext gibt, hilft die integrierte KI dabei, daraus ein kurzweiliges Audioskript zu machen.

Vater:
Und wenn Gäste aus dem Ausland kommen, werden die Texte über das integrierte DeepL auch in andere Sprachen übersetzt.

Kind:
Moment mal — und wenn sich morgen früh plötzlich zwei Reisebusse aus den Niederlanden anmelden und es gibt noch gar keine Tonspur auf Niederländisch?

Vater:
Dann geht das heute viel schneller als früher. Neue Sprache auswählen, automatisch übersetzen lassen, vertonen — fertig. Was früher Monate dauern konnte, klappt jetzt fast im Handumdrehen.
(schmunzelt)
Petra, mein Schatz, willst du mal zeigen, was du sprachlich so kannst? Vielleicht erst auf Englisch?

Mutter:
(sehr freundlich)
We welcome our dear guests from the United Kingdom and hope you enjoy your visit to our dinosaur museum.

Kind:
Nein, nein — ich will’s auf Niederländisch hören!

Mutter:
(spielfreudig)
Wij heten onze lieve gasten uit Nederland van harte welkom en wensen u een interessant bezoek aan ons dinosaurusmuseum.

Vater:
Nicht schlecht! Und das System schafft sogar bis zu 40 Sprachen.

Mutter:
Besonders schön ist: In einem eigens entwickelten Editor kann man mitten im Skript festlegen, wer gerade spricht. So wie hier — Papa, du und ich. Und man kann sogar Regieanweisungen einbauen: zum Beispiel heiter, lachend, flüsternd oder auch mal ein kleines Husten. Solche Feinheiten kann die künstliche Intelligenz heute erstaunlich gut umsetzen.

Kind:
Weißt du, Mama — ich bin trotzdem froh, dass du mir meine Geschichten abends immer selbst vorgelesen hast.

Mutter:
(gerührt)
Oh … das hoffe ich doch.

Kind:
Aber hier im Museum finde ich diese Beiträge wirklich klasse. Man merkt kaum noch einen Unterschied zu einer klassischen Studioaufnahme. Eigentlich klingen die Stimmen sogar noch klarer und deutlicher.

Vater:
Und praktisch ist auch: Diese Audioguides können sogar offline funktionieren. Weiter unten auf der Seite wird ja ein Beispiel vorgestellt — aus einer Edelsteinmine unter Tage. Da gibt es gar kein Netz, und trotzdem läuft der Audioguide.

Mutter:
Außerdem können die Audioguides nicht nur auf museum.de, sondern auch auf der internationalen Plattform museum.com aufgerufen werden. Vor Ort startet man die Stationen dann ganz bequem über eine Liste, über Grundrisskarten, durch Eingabe einer Nummer oder einfach per QR-Code.

Kind:
Stimmt — wir haben uns ja auch schon vor unserem Besuch auf museum.de über die Öffnungszeiten informiert. Ich fand’s total erstaunlich, wie viele tolle Museen es gibt. Das Portal ist wirklich super.

Mutter:
Und die Audioguides helfen dabei, die Museen noch lebendiger zu machen.

Kind:
Ja! Fast so, als würde Dornröschen wachgeküsst — und plötzlich entdecken ganz viele Menschen den Weg ins Museum.

Vater:
(lacht herzlich)
Ich sehe schon: Aus dir wird irgendwann mal eine großartige Museumsleiterin.

Kind:
Vielleicht! Aber zuerst werde ich groß und esse ein Eis.

Vater:
Abgemacht. Ich lade euch beide im Museumscafé ein. Und danach machen wir noch einen schönen Spaziergang.

Mutter:
Das klingt nach einem perfekten Museumsnachmittag.

Kind:
Mit Dinos, Eis und Audioguides!

Foto: museum.de