Station: [3] Handwerk: Schuhmacherwerkstatt

  • Blick in Schuhmacherwerkstatt

M: Alteingesessene Dotzheimer werden sich vielleicht an den Schuhmacher Karl Steinbach erinnern, der jahrzehntelang in einem Hinterhaus der Rheintalstraße sein Geschäft betrieb. Von den Lederverarbeitungsmaschinen über das Schuhregal mit den Leisten bis hin zu Zwirn und Schnürsenkeln – seine Werkstatt ist heute ein echtes Museums-Highlight.

F: Karl Steinbach und seine Werkstatt sind nur ein Beispiel für all die Handwerksbetriebe, die früher das Straßenbild von Dotzheim prägten.

Die Gewerbe-Statistik von 1913 listet Bäcker, Metzger, Friseure, Dachdecker, Maurer, Maler, Uhrmacher, Wäschereien, Zimmermeister und sogar eine Buchdruckerei, einen Fotografen und zwei Hebammen auf… und natürlich unzählige Ladengeschäfte wie Kohlenhandlungen, Lebensmittel- und Milchgeschäfte, Kurzwaren und Schreibwarenläden. Darunter auch längst untergegangene Berufe wie „Küfer“ oder „Wagner“.

M: Die älteste Bäckerei Dotzheims lag übrigens gleich gegenüber vom heutigen Museum: im Gasthaus „Zum Engel“. Hier ließen viele Generationen von Dotzheimern ihr Brot backen. In der Mitte des 18. Jahrhunderts übernahm ein eingeheirateter Rheinhesse, ein gewisser Heinrich Anton Leichtweiß, die Gemeindebäckerei. Wie es mit Leichtweiß weiterging, erfahren Sie an unserer nächsten Station, dem „Leichtweiß-Plätzchen“. Es befindet sich rechts neben den Vitrinen für Sonderausstellungen.