Station: [13] Das Pommernschwert
Sie sehen das Schwert des Herzogs Boguslaw X. von Pommern, auch Pommernschwert genannt.
Dieses Schwert ist eng mit der Herrschaft in Pommern verbunden. Herzog Boguslaw X. lebte von 1454 bis 1523. Papst Alexander VI. Borgia verlieh ihm das Schwert als heiliges Schwert. Später wurde es zu einem Symbol der Herrschaft über Stettin.
Mit dem Ende des Greifenhauses änderte sich die Bedeutung des Stücks noch einmal. Nach dem Aussterben dieser Dynastie im Jahr 1637 fielen Teile der Sammlungen der Pommernherzöge zusammen mit Hinterpommern an das Kurfürstentum Brandenburg. Damit gelangten sie an das Haus Hohenzollern.
Spätestens von diesem Zeitpunkt an betrachtete man das Schwert als Reichsregalie. Es stand nun für die Herrschaft über das Herzogtum Pommern. So wurde es in den brandenburgisch-preußischen Kronschatz aufgenommen.
Auch das Ende der Monarchie änderte daran zunächst nichts. Das Pommernschwert blieb im Eigentum des Hauses Hohenzollern. Doch seine Geschichte war damit noch nicht zu Ende.
Nach 1946 wurde es im Niederländischen Palais in Berlin entwendet. Die kostbare Scheide ging dabei verloren. Erst 1952 konnte das Schwert in London zurückerworben werden.
So erzählt dieses Schwert nicht nur von einem Herzog und einer päpstlichen Verleihung, sondern auch von Macht, Besitz und einem bewegten Weg durch die Jahrhunderte.

