Station: [17] D – Deckeldose des Historismus

  • Glasmuseum Wertheim

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Die in Form und Vergoldung orientalisch anmutende Deckeldose stammt von Antonio Salviati. Die Dose steht für die Erneuerung der venezianischen Glaskunst nach dem Rückgang im 18. Jahrhundert. Antonio Salviati hatte 1866 die Società Salviati e Companie in Venedig gegründet. Wie später in den 1920er Jahren Paolo Venini richtete Salviati seinen Blick auf die Perfektion handwerklichen Könnens ebenso wie auf das Künstlerische. Mit dem Kopieren alter Modelle verhalf er der Venezianischen Glaskunst um die Mitte des 19. Jahrhunderts zu neuem Weltruhm. Dabei verzichtete er auf jene dekorativen Schnörkel, die das Bild Venedigs bis heute bestimmen.

Sprecher

Die anderen über 20 Dosen in dieser Vitrine stehen beispielhaft für die Vielzahl an Techniken, Formen, Farben und Stile, die die Glaskunst aufgrund der enormen glastechnologischen Errungenschaften um 1900 vorweisen konnte. Die Dosen sind weiß, blau, grün, schwarz oder gold. Sie wurden gepresst, geblasen, geschliffen, graviert oder bemalt. Sie sind rund, eckig, in Form eines Fisches, Hundes oder Vogels, einer Weintraube oder einer Krone.