Station: [32] L – Laborglas: Solar-Kollektormodul

  • Glasmuseum Wertheim

Sprecher

Das Solar-Kollektormodul aus Vakuum-Ganzglas-Röhren ist eine Entwicklung der Wertheimer Firma Lenz Laborglas, die es 2007 dem Glasmuseum gestiftet hat. Das hochmoderne Modul trägt effektiv zur Reduzierung des täglichen Energiebedarfs bei. Eine Solarröhre, die noch aus der Anfangszeit der Solartechnik stammt, ist ebenfalls im Besitz des Glasmuseums. Diese wurde 1978 von der Wertheimer Firma Ludwig Schneider gestiftet. Schneider wurde damals von der Firma Luz Industries Israel beauftragt, eine Maschine zu entwickeln, mit der die Vakuumdichte der Glas-Metall-Verbindung kontrolliert werden konnte.

Sprecherin

Das Kollektor-Röhren-Modul der Firma Lenz Laborglas nutzt die Sonnenenergie für die Warmwasserbereitung für Bad und Heizung. Die Sonne erwärmt den Kollektor, dieser überträgt die Wärme auf eine Flüssigkeit im Röhrensystem. Dort zirkuliert die bis zu 90 Grad Celsius heiße Flüssigkeit zwischen Kollektor und Speicher. Neu – im Gegensatz zu den herkömmlichen Metall-Glas-Verbindungen – ist die von der Firma Lenz patentierte Glas-Glas-Verbindung zwischen Hüll- und Absorberrohr.

Sprecher

Vor einigen Jahren stellte sich die Frage, wie vor allem Kindern und Jugendlichen Funktion und Bedeutung dieses für die Energieforschung richtungsweisende Hightech-Produkt anschaulich und verständlich vermittelt werden kann. Daraus entstand zusammen mit der Hauptschule Wertheim/Lindelbach und der Ochsenfurter Spielbaustelle der „Energieparcours mobil“ mit 28 interaktiven Stationen. Der „Energieparcours mobil“ ist ausleihbar. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Museumskasse.