Station: [37] Z – Zahnersatz durch Glaskeramik

  • Glasmuseum Wertheim

Sprecher

Die Anforderungen an künstliche Zähne sind neben einer hohen Stabilität, selbst bei härtesten Nahrungsmitteln, Haltbarkeit, natürliches Aussehen, geringes Gewicht und Erschwinglichkeit. Zudem dürfen sie keine allergischen Reaktionen auslösen. Bisherige Glaskeramik wird im Wachs-Ausschmelzverfahren hergestellt, wie hier von der Firma Zahntechnik Jung, Wertheim. Auch Glaskünstler verwenden diese Technik. Ein Beispiel dafür ist bei uns im Kleinen Haus im Studioglaskabinett Isabelle Böhms „Weinende Maria“.

Sprecherin

Wissenschaftlern aus Jena ist inzwischen die Entwicklung eines neuartigen, extrem stabilen Zahnersatzes aus Glaskeramik gelungen. Christian Rüssel und sein Team vom Otto-Schott-Institut für Glas-Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena setzen dafür Nano-Technik ein. Prothetikfirmen stehen bereits Schlange, um den neuen Zahnersatz zu erwerben. Die Glaskeramik soll neben Zahnersatz möglicherweise auch als Knochenersatz im menschlichen Körper zum Einsatz kommen.