Station: [42] Millefiori-Paperweight

  • Glasmuseum Wertheim

Sprecher

Dieser sehr seltene Millefiori-Paperweight aus der Zeit um 1840 ist ein Klassiker. Er gehört zu den insgesamt fünf bisher bekannten frühesten Millefiori-Paperweights. 1833 gelang es Dr. Wilhelm Eduard Fuß in der Glashütte in Hoffnungsthal im schlesischen Riesengebirge, die verloren gegangene Methode zur Herstellung von Millefiori aus der Römerzeit zu rekonstruieren. Ab 1836 entwickelten auch italienische Glasmacher in Murano bei Venedig die alte Millefioritechnik wieder neu.

Sprecherin

Millefiori-Paperweights, von italienisch „mille fiori“ – „tausend Blumen“, sind Paperweigths, bei denen mehrfarbige Glasstäbchen in Scheiben geschnitten werden. Diese so genannten „canes“ werden in Formen zu bestimmten Mustern gelegt: konzentrische Kreise oder bunte Blumenwiesen. Im Gegensatz zu solcherart angeordneten Millefiori-Paperweights entstehen die Muster bei den Scrambled-, End-of Day- oder Feierabend-Paperweights. Hierbei werden ungeordnete ganze oder zerbrochene Millefiori-Scheiben, Latticinio- oder Filigranstäbchen oder farbige Bänder verarbeitet, die nach Arbeitsschluss übrig geblieben sind.