Station: [52] Vera Liskova: „Meeresblüte“

  • Glasmuseum Wertheim

Sprecher

In der tschechischen Glaskunst war das Studioglas bereits nach 1945 etabliert. Vorreiter waren die beiden Altmeister Stanislav Libenský und dessen spätere Frau Jaroslava Brychtová. Diese wandten sich sehr früh der Skulptur und Plastik in Glas zu. Das brachte ihnen in den 1980er Jahren die unangefochtene Führungsposition in der europäischen Glaskunst ein.

Sprecherin

Die „Meeresblüte“ der 1985 verstorbenen Vera Liskova aus Prag und der „Löwe“ im 2. OG des Großen Hauses vermitteln eine Vorstellung des hohen künstlerischen Anspruchs, dem sich die tschechischen Glaskünstler bei ihrer Ausbildung an der Prager Akademie stellten. Liskova blies und formte vor der Lampe aus Glasröhren äußerst naturgetreue figürliche Objekte. Durch die Verwendung von klarem Glas erhielten sie einen ganz besonderen Reiz. Vera Lisková ist die erste Künstlerin, die schon in den 1970er Jahren vor der Gebläselampe gestaltete Teilstücke zu großen Skulpturen vereinigte – eine Arbeitsweise, die erst Jahre später beim künstlerischen Lampenglas üblich werden sollte.